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King Of Asgard - Karg

King Of Asgard - Karg
Stil: Viking Black Metal
VÖ: 18. Juli 2014
Zeit: 49:54
Label: Metal Blade
Homepage: www.kingofasgard.com
MySpace: www.myspace.com/kingofasgardsweden

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Karg hat im Deutschen dieselbe Bedeutung wie im Schwedischen und ist der wohl treffendste Titel, den King Of Asgard ihrem dritten Werk haben geben können. Das beginnt bereits beim Coverdesign, das viel düsterer und reduzierter ausgefallen ist als beispielsweise das farbenfrohe, detailverliebte Motiv des 2010er Debüts Fi'mbulvintr. Auch auf musikalischer Ebene hat man sich 2014 von seinen Anfangstagen doch deutlich distanziert. Hatten die Schweden auf ihrem Zweitwerk ...To North bereits etwas deftigere Töne angeschlagen, so scheint auf Karg nun auch das letzte Restchen Wikingerpathos von den eisigen Nordwinden verweht zu sein.

Der Opener "The Runes Of Hel" liefert eine grimmige Mixtur aus unterkühltem Black Metal und wuchtigem Todesblei. Neben bescheidenem Choreinsatz bleibt auch das folgende "The Trickster" ein beinhartes Stück schwarzer Stahl. Verhaltene Synthesizer und ein leichter Anflug Mithotyn'scher Riffarbeit dann in der erhabenen, aber nach wie vor stockfinsteren Hymne "Highland Rebellion" - das könnten tatsächlich King Of Asgard sein, die man hier hört. So ganz sicher ist man sich zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht. Noch mehr Mithotyn und wieder Männerchöre folgen schließlich auf Platz vier mit "Remnant Of The Past". Ok, das sind tatsächlich King Of Asgard. Jetzt erkennt man sie! Dennoch bleibt auch der Rest des Albums bis hin zur vollen Black-Metal-Schlagseite mit dem Rausschmeißer "Total Destruction" eher karg, also auf das Wesentliche reduziert, was ein weiteres Mal von Produzent Andy LaRocque hervorragend in Szene gesetzt wurde.

Mit Karg zeigen King Of Asgard einen ähnlichen Werdegang wie auch ihre Landsleute und Genrekollegen von Thyrfing, nämlich weg von allen erdenklichen Wikinger-Klischees und falscher Romantisierung eines finsteren Zeitalters, dafür hin zu kraftvollen, beeindruckenden, mitunter auch bedrohlichen Hymnen, Gänsehautfaktor inkludiert. Auf diese Weise sehen sich die Musiker selbst ihrem eigenen historischen und auch mythologischen Erbe ein Stück weit näher gekommen. Ob aber auch alle Fans der ersten Stunde diese Kurskorrektur begrüßen, steht auf einem anderen Blatt.

Dagger

5 von 6 Punkten

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