Review
Full House Brew Crew - Glasgow Grin

VÖ: 06. Februar 2026
Zeit: 34:25
Label: ROAR! Rock Of Angels Records
Homepage: www.facebook.com/fullhousebrewcrew
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Vageliss Karzis werden viele Metalheads als Gitarrist und Co-Shouter bei der finnischen Band Wolfheart kennen. Weit weniger populär ist jedoch das zweite musikalische Standbein namens Full House Brew Crew, das sich der tätowierte Hüne in seiner griechischen Heimat errichtet hat. Glasgow Grin ist allerdings schon das bislang fünfte Album, welches die Band von ihrer bislang heftigsten Seite zeigen soll.
Gleich der Opener und Titeltrack erweist sich als beinhartes und kantiges Moshmonster, welches dank seiner Sperrigkeit den Einstieg in das Album nicht gerade einfach macht. Mit den beiden folgenden Nummern "No Gods, No Chains" und "The Tear" bringt die Full House Brew Crew ein wenig skandinavisch klingenden Death Metal mit ins Spiel ihres auf fettem Groove gebauten Metals. Vageliss brüllt ins Mikro als ob es kein Morgen gäbe und überhaupt hauen die Athener mit ihren neuen Songs dermaßen kompromisslos auf den Putz, als wollten sie die Akropolis in ihren Grundfesten erschüttern. Die Melodie bleibt trotz all der Härte natürlich nicht außen vor. Ein feines Gitarrensolo hier, ein kurzer Akustikpart dort - so viel Zeit muss schon sein.
Bisherige Follower der Band werden sich an dieser Stelle vermutlich schon fragen, wo denn eigentlich der melodische Klargesang bleibt, wie man ihn zuletzt bevorzugt in den Refrains vernehmen konnte. Nun, was das betrifft, muss sich der werte Hörer noch etwas gedulden und außerdem akzeptieren, dass der klassische Song-Aufbau aus Strophe und Refrain auf diesem Dreher nicht überall zu finden ist. Überraschend flott und technisch versiert nimmt die Abrissarbeit mit "The Other Side" an Fahrt auf, ehe es mit "Free Fall" maximal heavy zur Sache geht. Meine Güte, ein Robb Flynn müsste sich vermutlich mit dem Wut-Virus infizieren, um mal wieder so brachial zu klingen, wie sein griechischer Kollege!
Dann endlich, im sechsten Stück namens "Rain" zum ersten Mal die clean vocals im Refrain! Sie soll man außerdem in "Distant Star" und "Crawling" vernehmen, welche beide neben einem Plus an Melodie auch ein wenig finnische Schwermut transportieren, die Vageliss wohl von seinem letzten Einsatz bei Wolfheart mitgebracht hat. "Reign Of Terror" heizt, seinem Namen gerecht werdend, dann ein letztes Mal den Circle Pit an und nährt die Erkenntnis, dass sich nach diesem Album die Band auch umbenennen könnte in Full Hate Brutal Crew.


