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Total Annihilation - Mountains Of Madness

Total Annihilation - Mountains Of Madness
Stil: Death / Thrash Metal
VÖ: 16. Januar 2026
Zeit: 40:43
Label: Testimony Records
Homepage: -

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H.P. Lovecraft lieferte mit seiner Horror-Novelle At The Mountains Of Madness den Grundstock für das Jubiläumsalbum von Total Annihilation. 20 Jahre ist es nun her, dass die Band in Basel gegründet wurde - fünf Jahre sollte es dann noch bis zu ihrem Debüt 84 dauern, mit dem die Schweizer an der Basis auch etwas an Staub aufwirbeln konnten. Der Link dieses ersten Albumtitels in die glorreichen 1980er funktioniert auch heute noch, jedoch geht das Kollektiv, welches Sänger Daniel Altwegg als einzig verbliebenes Gründungsmitglied vorzuweisen hat, anno 2026 doch um einiges versierter und vielleicht auch melodischer ans Werk als vor 15 Jahren noch.

Die Grundrezeptur für die totale Vernichtung made in Switzland ist allerdings durch die Jahre hinweg dieselbe geblieben: da wird Old-School-Thrash mit einem ordentlichen Schuss Death Metal abgeschmeckt und am Ende mittels schwarzer Tinte korrekt eingefärbt. Der fertige Blend erinnert an Venom und frühe Sodom ebenso, wie an jüngere Kapellen a la Legion Of The Damned. Es geht also alles andere als zimperlich zu Sache, wie uns gleich der ungezügelte Opener "The Art Of Torture" zu spüren gibt. Melodische Leads lassen innerhalb der der wilden Raserei aufhorchen und -atmen. Ihnen soll man im verlauf von Mountains Of Madness immer wieder begegnet, was die Zugänglichkeit des Materials doch ordentlich nach oben schraubt. Zwar fühlen sich Total Annihilation im Up-Tempo am wohlsten, doch wissen sie auch in gedrosselter Taktung zu überzeugen. Das stampfende "Chokehold" sei all jenen als Anspieltipp gegeben, denen Groove und Eindringlichkeit mehr am Herzen liegen als dauerhafte Raserei.

Die Balance zwischen Tempo und Atmosphäre findet mit "Nyctophobia" einer der stärksten Albumtracks im Mittelfeld, den ein jeder Kuttenträger mit Faible für die gute alte Zeit schon aufgrund seiner kultigen Riffarbeit einfach liebhaben muss. Die vielen Referenzen zu den Klassikern der 80er führen natürlich zwangsläufig dazu, dass Mountains Of Madness ein wenig vorhersehbar wird. Für eine Überraschung sorgen da weniger die beiden grindigen Gewaltexzesse "Illusion" und "Lost Forever" mit zehn bzw. 37 Sekunden Spielzeit, als vielmehr das unheilvoll-atmosphärische Tasteninstrument am Anfang und am Ende von "Invisible Conflagration", welches gekonnt mit Slayer'scher Riffarbeit verschmilzt und dem geneigten Konsumenten eine wohlige Gänsehaut über die Glieder zieht.

Auf Mountains Of Madness wird die Thrash-Keule natürlich nicht neu gedrechselt, man darf davon ausgehen, dass die angepeilte Klientel derartige Erwartung auch gar nicht erst hegt. Wer auf gut gemachten Thrash der alten Schule mit garstig herausgespuckten Vocals, unterkühlten Riffs und mächtig böser Aura steht, der kann mit Total Annihilation nicht allzu viel verkehrt machen.

Dagger

4 von 6 Punkten

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