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In Aeternum - ...Of Death and Fire

In Aeternum - ...Of Death and Fire
Stil: Blackened Death Metal
VÖ: 06. Februar 2026
Zeit: 43:28
Label: Soulseller Records
Homepage: www.inaeternum.com

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Wer um die Jahrtausendwende seinen Metal gerne so deftig wie möglich konsumierte, wird möglicherweise über die schwedische Band In Aeternum gestolpert sein. Das satanische Kollektiv machte zu jener Zeit mit vier Studioalben und einigen EPs auf sich aufmerksam und lieferte mit ihrem Blend aus Black und Death Metal jene landestypische Kost, die schon von Bands wie Dissection, Necrophobic oder Naglfar salonfähig gemacht worden war. Nach dem letzten Studioalbum Dawn Of A New Aeon wurde es dann allerdings recht ruhig um die Band. Mit größeren Abständen folgten noch zwei EPs und eine Split mit Behemoth, dann verschwanden die Schweden für zehn Jahre von der Bildfläche.

Immerhin hat das nun vorliegende Comeback namens ...Of Death And Fire dasselbe Line-Up aus David Larsson, Daniel Sahlin und Perra Karlsson aufzuweisen, welches zuletzt auf Dawn Of A New Aeon zu hören war. Dass es sich bei den drei Recken um Überzeugungstäter handelt, demonstriert nach kurzem Intro gleich der Opener "Beneath The Darkened Tomb", in dem bei hohem Tempo geschickt Melodie und musikalische Kompromisslosigkeit aus ein und demselbem Grab gehoben werden. Während "The Day Of Wrath" noch eine zusätzliche Schippe Kohle ins Feuer wirft und die wohl heftigsten Momente des Albums liefert, zeigen "Spirits Of The Dead" und "Goddess Of Abomination", dass es mitnichten wilde Raserei benötigt, um richtig finster und unheilvoll zu klingen. Wenn tonnenschwere Riffs eine beklemmende Stimmung erzeugen, fühlt man sich punktuell glatt ein wenig an Behemoth erinnert - womöglich hat die gemeinsame Split-EP, auch wenn sie schon zwölf Jahre zurückliegt, ein wenig auf die Schweden abgefärbt.

Tempo, Melodie und eine gewisse Hymnik kennzeichnen "Bow To None" und "The Hourglass". Tatsächlich können In Aeternum am besten überzeugen, wenn sie für einen Moment lang vergessen, so böse wie nur möglich klingen zu müssen! Wenn sauber gespielte Gitarrensoli ihren Weg ins Repertoire finden und die Melodie das Ruder übernimmt, macht das Material am meisten Spaß! So wird der finale Longtrack "To Those Who Have Rode On" mit Gastbeitrag von Erik Danielsson (Watain) nach einleitendem Akustikspiel vor der klanglichen Kulisse wehender Winde zum Album-Highlight, wenn In Aeternum zu rockender Midtempo-Rhythmik auch traditionell metallische Elemente einfließen lassen und zum Ende hin dank sphärischer Keyboards eine feierliche Stimmung aufbauen.

Trotz der Stärken, die man ...Of Death And Fire keinesfalls absprechen kann, hätten dem Album ein paar mehr denkwürdige Momente gutgestanden. Was bleibt ist solide, scharf gewürzte Hausmannskost aus dem nebulösen Grenzland zwischen Death und Black Metal, welche Fans von bereits oben erwähnten Kapellen sicherlich munden wird.

Dagger

4 von 6 Punkten

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