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Paganizer - As Mankind Rots

Paganizer - As Mankind Rots
Stil: Death Metal
VÖ: 05. Februar 2026
Zeit: 39:22
Label: Xtreem Music
Homepage: -

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Mit ihrem 14. Studioalbum As Mankind Rots schlagen Paganizer gewissermaßen ein neues Kapitel auf. Wurden die letzten vier Dreher noch unter den Fittichen des indischen Labels Transcending Obscurity eingezimmert, hat das schwedische Death-Urgestein nun ins Lager von Xtreem Music gewechselt. Warum das Kollektiv um Workaholic Rogga Johansson nun wieder bei einem relativ kleinen Label gelandet ist, bleibt rätselhaft. Immerhin haben sich Paganizer gerade im Lauf der letzten drei Alben massiv steigern können - Flesh Requiem zählt zu meinen absoluten Death-Metal-Favoriten des Jahres 2024!

Mit dem Wechsel des Plattenlabels scheinen sich Paganizer außerdem wieder ein Stück weit an ihren rohen und brutalen Wurzeln zu orientieren, klingen im frühen Jahr 2026 allerdings weit besser als in ihren frühen Tagen! So lässt der Opener und Titeltrack "As Mankind Rots" keinen Stein auf dem anderen und pustet einem jeden Untoten mit fetten Riffs und Blastbeats das Fleisch von den Rippen. Das neue Album liefert im Grunde alles, was der Genre-Fan begehrt: Death Metal der guten alten Stockholmer Schule, gespickt mit Crust und dreckig rockenden Passagen, garniert mit morbiden Lyrics, die von Roggas tiefen Growls eindringlich inszeniert werden.

In diesem Schema liefert "Aftermath Bleeder" fette Gitarrenwände und hymnische Melodik, während sich "A Testament To Madness" als schwerfälliger Doom-Brocken erweist, in dessen Up-Tempo-Passagen sich glatt ein wenig Bolt Thrower-Feeling einstellt. Kultig und extra-crustig geht es zwischenzeitlich zu mit dem flott rockenden "Put On Your Gas Mask" inklusive Einsatz einer Luftabwehr-Sirene. Auf ausgiebige Soloarbeit braucht man mit As Mankind Rots nicht zu spekulieren. Die gibt es nämlich nur punktuell und meist recht kurz zu vernehmen, so zum Beispiel, wenn sie dabei hilft, das Blastgewitter in "Afterworld" oder das Riffmonster "One Way To The Grave" zu entschleunigen. Wer wird sich ein schelmisches Grinsen verkneifen können, wenn man an dessen Ende vernimmt, wie mit einer Schaufel Erde bewegt wird?

Freilich könnte man nun hergehen und sagen: zu viel Old School, zu wenig Innovation, zu vorhersehbar. Aber Leute, das Teil hier kracht vom Anfang bis zum Ende! Wenn die Songs gut gemacht und bravourös umgesetzt sind, lässt sich über solche Kritikpunkte gut und gerne hinwegsehen. Apropos vorhersehbar: im Finale überraschen die Schweden mit dem neu eingespielten "Vanans Makt", wenn Punk Rock mit Melodic Death kollidiert und Ammy Olofsson aka Bulten, Frontfrau bei der schwedischen Punk-Band Lastkaj 14, mit Rogga ins Duett tritt.

Dagger

5 von 6 Punkten

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