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Konzert-Bericht

Lord Belial, Dark Fortress, Born Of Sin & Azamoth

Titanic City, München 15.04.2006

(Fotogalerie)

Der April macht mal wieder als launischster Monat des Jahres seinem Namen alle Ehre. Mal Sonnenschein, mal Herbst, dann wieder kalt und Schneefall. Letzteres passt ja bekanntlich am besten zu Black Metal, doch blieben wir am Samstag von der weißen Pracht verschont.

Relativ pünktlich kam der Opener aus Israel um kurz nach 20 Uhr auf die Bühne. Die vier Jungs von Azamoth legten nach einem langsamen Intro dann auch blitzschnell los mit "Eternity", dem "Bloody Dawn" folgte. Die zu diesem Zeitpunkt Anwesenden, es mögen zwischen 40 und 50 gewesen sein, reagierten auf das noch relativ unbekannte Material mit anfänglicher Scheu bzw. Zurückhaltung, die aber nach kurzer Zeit abgelegt wurde. So wurde jeder der sechs Songs in der guten halben Stunde Spielzeit mit ordentlichem Beifall bedacht, der über die normale Höflichkeitsgrenze hinausging. Der größtenteils groovende Black Metal Azamoths wusste stellenweise zu überzeugen, doch fehlte etwas die Power, um mehr als eine Handvoll Banger zu animieren. Dies lag wohl auch an der etwas zu statischen Bühnenpräsenz der Band, die über kurzzeitiges Bangen nicht hinausging. Lediglich der Fronter Scorch (Bass / Vocals) machte mit seinem geschminkten Kahlkopf ordentlich Show. Der Rest konzentrierte sich aufs Spielen. Was jedoch störend wirkte, waren die langen Pausen zwischen den Songs, die den Fluss gehörig ins Stocken brachten. Dieses Manko zog sich, ebenso wie die über weite Strecken zu leisen Klampfen, durch den Abend. Nach rund 35 Minuten schlossen Azamoth mit "From The Land Of Ice" ihren gelungenen Gig ab und wurden mit Beifall verabschiedet.

20 Minuten dauerte die erste Umbaupause des Abends, in der die Bar ordentlich belagert wurde. Inzwischen war es auch etwas voller geworden im Titanic City, doch der überwiegende Teil der Zuhörerschaft tummelte sich im hinteren Bereich des Clubs und begutachteten die Schweden Born Of Sin aus sicherer Entfernung. Eines gleich mal vorne weg: mit ihrem Death Metal stellten sie die Ausnahme im ansonsten Black Metal Billing dar. Dementsprechend leer war es auch vor der Bühne, wo sich einige wenige eingefunden hatten. Die Schweden versuchten es zwar, aber außer beim Slayer Cover "Bloodline" kam keine Stimmung auf. Lag wohl auch an der etwas lustlosen Darbietung, die mehr als statisch war. Auch die langen Pausen, ähnlich wie vorher bei Azamoth, zwischen den Songs waren mehr als unglücklich und schraubten die Stimmung immer wieder runter. Nach "She Must Be God's Whore" und 35 Minuten Spielzeit war dann auch schon wieder Schluss. Der Beifall fiel hier aber deutlich zurückhaltender aus als noch beim Opener aus Israel.

Das es auch ganz anders geht, das zeigten die Landshuter Dark Fortress eindrucksvoll nach einer etwas längeren Umbaupause. Um 22:00 Uhr ging der musikalische Reigen los und für die Anwesenden gab es, genauso wie für den Verfasser dieser Zeilen, kein Halten mehr. Der Raum vor der Bühne war sehr gut gefüllt und überall sah man nur fliegende Haare. Ganz klarer Fall von Heimspiel. Auch wenn der Platz auf der Bühne noch beengter war als bei Born Of Sin, so gaben die Jungs doch alles und legten einen wirklich engagierten Gig auf die Bretter, der zwar wenig Raum für Bewegung ließ, aber trotzdem von Energie geprägt war. Von der Erkrankung von Azathoth (Vocals), diesmal ohne sein Kill Me Shirt, war jedenfalls nichts zu spüren, auch wenn die gemeinsame Tour nach diesem Gig für die Landshuter aufgrund des gesundheitlichen Zustandes des Sängers abgebrochen werden musste. Die Fans jedenfalls gingen ordentlich mit, was angesichts solcher Songs wie "Iconoclasm Omega", "Poltergeist", Ghastly Indoctrination" oder "Self Mutilation" aber auch kein Wunder ist. Die Temperaturen im Titanic City schraubten sich während dieses Gigs permanent in die Höhe, was den Fans zudem noch einiges abverlangte. Aber egal, es wurde gefeiert und gebangt, was das Zeug hielt. Nicht zuletzt bei "CataWomb" gaben die Anwesenden noch einmal alles, bevor nach rund 50 Minuten der Gig nur zufriedene Gesichter zurück ließ.

Als der Headliner Lord Belial um zehn nach elf seinen Set begann, war es bereits wieder merklich leerer im TC geworden. Das Intro "Invocation Of The 68th Demon" vom aktuellen Album Nocturnal Beast erklang, gefolgt von "Succubi Infernal", dem Opener des aktuellen Albums. Trotz dem es leerer war, die Stimmung war nach wie vor sehr gut im Titanic City, jeder Song wurde abgefeiert. Die Schweden boten einen routinierten Gig und eine musikalische Zeitreise quer durch ihr bisheriges Schaffen. Das Hauptaugenmerk war zwar auf den aktuellen Longplayer gerichtet, doch auch Songs vom 1995 erschienenen Album Kiss The Goat ("Satan Divine"), mehrfach gefordert, fanden ihren Weg auf die Playlist. Zwischen den Songs wurden Lord Belial kräftig angefeuert und Hey-Rufe waren oft zu hören. Angesichts dieser guten Stimmung legten sich die Schweden ordentlich ins Zeug und stachelten die Fans weiter an, die bereitwillig mitgingen. Bei "Scythe Of Death" waren lauter emporgereckte Pommesgabeln zu bewundern und die Haare flogen. Was allerdings auch hier störend wirkte waren die langen Pausen zwischen den Songs, die das Stimmungsbarometer immer wieder nach unten korrigierten. Nach 60 Minuten schweißtreibender Show war dann allerdings nach "Indoctrination Of Human Sorrow", ebenfalls vom aktuellen Album, schon wieder Schluss. Eine Zugabe wurde wohl aufgrund der spärlich Anwesenden nicht mehr gegeben. Vielleicht lag es aber auch an der Nicht-Einforderung eben dieser. Zugabe-Rufe waren jedenfalls nicht zu vernehmen.

Setlist Lord Belial:
Invocation Of The 68th Demmon
Succubi Infernal
Lord Of Evil Spirits
Mysterious Kingdom
Satan Divine
Scythe Of Death
Belial - Northern Prince Of Evil
Lamia
Nocturnus
Legio Inferi
Mark Of The Beast
Indoctrination Of Human Sorrow

Ray

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