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Neopera - Destined Ways

Neopera - Destined Ways
Stil: Symphonic Metal
VÖ: 18. Juli 2014
Zeit: 53:20
Label: EarMusic
Homepage: www.neopera.com

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Metal meets Opera gibt es nun schon häufig. Wenn dabei dann der Opera-Part durch den Gesang in Form einer Sopranistin auf Metal trifft, dann ist das quasi seit Nightwish ein alter Hut. Bandleader Jörn Schubert war sich dessen wohl bewusst, weswegen er gerade im Gesangspart möglichst aus dem Vollen zu schöpfen versucht und neben der Sopranistin Nina Jiers den Bariton Thorsten Schuck zur Teilnahme an seinem Projekt überzeugen konnte. Beide sind klassisch ausgebildet. Zusätzlich bringt sich Vocalist Mirko Gluschke mit einigen Shoutings ein.

Bei den Instrumenten übernimmt Jörn Schubert die erste Gitarre, den Bass hat niemand Geringeres als Röntgenstrahl Dirk Schlächter in seinen Händen, der natürlich mit seiner Erfahrung auch viel in die Band mit einbringt. Corvin Bahn ist für die Orchesterprogrammierung zuständig und mit Mikis Trimborn als zweitem Gitarristen wird die Band vervollständigt. Das Schlagzeug wird live von unterschiedlichen Leuten übernommen, im Studio hatte diesen Part Andre Schumann von Dark Age inne.
Hier gibt es auch noch gleich eine Anmerkung: Vielleicht ist der Name Jörn Schubert schon ein paar von euch zusammen mit Dark Age begegnet. Er hat für Dark Age einige Kompositionen geschrieben und daher deren Stil mitgestaltet. Dies macht sich bei Neopera an mancher Stelle etwas bemerkbar.

Nun zum Album: Destined Ways überzeugt von Anfang bis Ende durch Qualität. Die Stimmen sind absolut topp und das Zusammenspiel von Sopran und Bariton ist eine so angenehme Abwechslung zum sonstigen Standard. Noch dazu zeugen die einzelnen Songs von einer sehr hohen kompositorischen Qualität. Der Opener "The Marvel Of Chimera" beginnt orchestral-bombastisch, wird dann zunächst vom Bariton kurz bestimmt, bevor dann Shoutings und Sopran mit einstimmen. Damit haben wir bereits die gesamte Bandbreite, die einen erwartet.

Schön ist, dass die Qualität aufrecht gehalten wird. Der Titelsong beginnt als typischer Symphonic Metal-Song. Mit dem Einstieg der Sopranstimme könnte es nun z.B. ein Song von Epica sein, aber das Beimischen der Baritonstimme macht hier dann einen angenehmen Unterschied und spätestens, wenn in einer ruhigen Passage der Bariton komplett übernimmt, gewinnt für kurze Zeit die Klassik über den Metal und genau hier macht sich dann der Unterschied bemerkbar, der diese Band und dieses Album abhebt vom Gros der sonstigen Symphonic Metal-Bands. Das Alleinstellungsmerkmal ist geschaffen.

Eher schwächere Nummern wie die Ballade "Falling Water" gehen in der sonstigen Qualität unter und so werde ich bereits beim nächsten Track "The Greed" wieder in den Bann gezogen. Hervorheben möchte ich noch die Nummer "Error", die zu meinen persönlichen Höhepunkten gehört.

Was ich mir noch wünschen würde, ist ein häufigerer Einsatz von gemeinsamen Gesangspassagen. Häufig hört der Sopran auf, wenn der Bariton einsetzt und umgekehrt. Zwar ist damit der Operngedanke stärker bedient, aber auch bei der Opera dürfen die Akteure an so mancher Stelle gemeinsam agieren. Auch der Vokalist könnte noch mehr Einsatzzeit bekommen.

Insgesamt ist Destined Ways eine erfrischende Neuerung im Bereich von Opera meets Metal.

Sophos

6 von 6 Punkten

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