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King Of Asgard - ...To North

King Of Asgard - ...To North
Stil: Viking Metal
VÖ: 27. Juli 2012
Zeit: 52:56
Label: Metal Blade
Homepage: www.kingofasgard.com

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Wer sich King Of Asgard nennt, bekennt sich nicht gerade der Tiefstapelei schuldig. Immerhin könnte man ja auf die Idee kommen, dass damit der olle Odin selbst, gemeinhin als Oberster des nordischen Göttergeschlechts der Asen bekannt, gemeint ist. Ob die Band auf dem Felde des Viking Metals eine entsprechende Stellung erobern kann, wird die Zeit weisen, besteht die Kapelle doch erst seit 2008. Mit dem Debüt Fi'mbulvintr vor zwei Jahren war zumindest der erste Schritt in diese Richtung getan.

Das Zweitwerk setzt die 2010 eingeschlagene Marschroute nahtlos fort. Kraftvoller, epischer und wuchtiger Viking Metal von stellenweise wunderschöner Wehmut, weit abseits ausgetretener metseliger Pfade, dramatisch, aber ohne Schunkelfaktor, zeigen sich King Of Asgard 2012 noch einmal gereift und haben im Vergleich zum Erstling noch mal eine Schippe draufgelegt. Auch härtemäßig, denn neben den überlebensgroßen, hymnischen Huldigungen an die nordische Mythologie haben die auf ein Quartett angewachsenen Schweden auch einige recht kernige Songs aufs Plastik gebannt, die deutlich schwarzmetallischer wirken als der Rest. Somit wird der Hörer denn auch nicht im Pathos ertränkt, sondern immer wieder daran erinnert, dass hier echter, harter Metal geboten wird. Das macht ...To North noch eine Spur vielschichtiger als das 2010er Werk und erhöht die musikalische Halbwertszeit noch um eine Stufe im Vergleich dazu.

Klanglich gibt sich der Longplayer keinerlei Blöße. Produktion und Mastering lagen wie schon beim Vorgänger in den bewährten Händen von Andy LaRocque, der das letzte Fitzelchen Power aus den Aufnahmen herauszukitzeln weiß. Durch die Hinzunahme eines zweiten Gitarristen in Person von Lars Tängmark klingt der Sound von King Of Asgard auch deutlich voller als noch vor zwei Jahren, was der Durchschlagskraft der Mucke keinesfalls abträglich ist. Dazu kommen noch Gastspiele in Form eines stimmungsvollen Gesangsbeitrages von Ex-Mythotyn-Keyboarderin Helene Blad und zweier Gitarrensoli von Jimmy Hedlund (u. a. Falconer), eine gewohnt opulente Spieldauer und ein stimmungsvolles Artwork und fertig ist eine absolut runde Sache.

Ob King Of Asgard besagten Thron wirklich beanspruchen können, sei mal dahingestellt, immerhin gibt es da noch eine Band namens Einherjer, aber ein heißer Mitbewerber sind sie auf jeden Fall. Eine Steigerung zum eh schon sehr beachtlichen Debüt und eine uneingeschränkte Kaufempfehlung für jeden geneigten Hobby-Berserker.

Hannes

6 von 6 Punkten

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