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Crazy Lixx - Crazy Lixx

Crazy Lixx - Crazy Lixx
Stil: Sleaze Rock
VÖ: 07. November 2014
Zeit: 49:27
Label: Frontiers Records
Homepage: www.crazylixx.com

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Aus deutscher Perspektive scheint es manchmal nicht einfach nachzuvollziehen, wie schwierig es ist, sich als Sleaze- bzw. Glam-Metal-Band in Skandinavien, genauer Schweden durchzusetzen und vor allem on top zu bestehen. Der Pool an Nachwuchskünstlern und Formationen, die sich in demselben tummeln, wird immer noch größer und kontinuierlich bunter. Eine der wenigen, die sich an der Spitze der Bewegung gehalten haben und mit ihrem Debut Loud Minority (2007) den Stein bzw. die New Wave Of Swedish Sleaze Metal zusammen mit anderen erst so richtig ins Rollen brachten, sind die Süd-Schweden Crazy Lixx. Obwohl die Mannen um Sänger Danny Rexon und Drummer Joel Cirera nicht von diversen Besetzungswechsel verschont blieben (zuletzt wurde Jens Sjöholm für den vakanten Posten am Bass rekrutiert) gelang es, mit besagtem Debut, dem darauf folgenden New Religion (2010) und Riot Avenue (2012) drei Alben zu veröffentlichen, welche sich deutlich vom Gros der Genre-Releases abhoben - wenn auch Riot Avenue eine gewisse Soundkorrektur mit sich brachte und roher oder erdiger als die beiden Vorgänger ausfiel.
Mit dem diesjährigen, selbst betitelten Crazy Lixx setzt sich die Band nun jedoch vollends ein Denkmal! Die Platte vereinigt alles, was die Crazy Lixx ausmacht, und bedeutet auch eine Rückkehr zum Sound der ersten beiden Scheiben. Das heißt: exzellent in Szene gesetzte Def Leppard-Chöre, auf den Punkt gebrachtes Songwriting mit herausragenden Gitarren-Leads, eine starke, aber nicht glatt gehobelte Produktion (obwohl in verschiedenen Studios aufgenommen wurde) und allem voran Hooks und Gesangsmelodien mit hohem Ohrwurmfaktor, ohne dass dabei der noch auf Riot Avenue im Vordergrund stehende Rock n‘ Roll-Charakter der Songs darunter leiden würde. Crazy Lixx ist schlichtweg und ohne Zweifel die beste Scheibe, die dieses Jahr (und vielleicht sogar in den letzten fünf bis acht) im Sleaze-Sektor herausgebracht wurde, enthält sie doch gleich sechs Tracks, die unter die Kategorie Übersong fallen: den Uptempo-Opener "Hell Raising Women", die Hommage an die eigene Vergangenheit "Sound Of The Loud Minority" (deutlicher Fingerzeig, welche Gesamtsound-Prioritäten bei den Aufnahmen herrschten), das teilweise halbballadesk daher kommende "Outlaw" (was ein Refrain!!!), die Sunset Strip-Hymne "Girls Of The 80s", den Goodtime-Rocker "I Missed The Mark" (...ja, ja, diese Chöre, DAS Trademark der Band...) und das vor Ironie triefende "All Looks, No Hooks". Das wären dann auch in dieser Reihenfolge die ersten sechs Stücke der Platte - wie erwähnt überdurchschnittliche Extraklasse.
Da auch der Rest des Materials von der Qualität kaum unter den erwähnten Nummern liegt (warum "Heroes Are Forever" allerdings neu eingespielt wurde, entzieht sich meiner Kenntnis), darf ohne Gewissensbisse von Crazy Lixx als DEM Referenzwerk der Schweden gesprochen werden.

Fuxx

6 von 6 Punkten

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