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Crazy Lixx - Riot Avenue

Crazy Lixx - Riot Avenue
Stil: Sleaze Rock
VÖ: 20. April 2012
Zeit: 47:08
Label: Frontiers Records
Homepage: www.crazylixx.com

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Nachdem sich die Crazy Lixx mit Loud Minority (2007) und New Religion (2010) als Forerunner der New Wave Of Swedish Sleaze Metal bereits ein Denkmal im Genrebereich gesetzt haben, mehr noch mit diesen beiden Outputs DIE Standards für neuen Sleaze- und Glam Metal gesetzt haben, nun Platte No. III: Riot Avenue!
Um Edd Myers an der Rhythmus-Gitarre ergänzt liefern Danny Rexon (Voc.), Andy Dawson (Lead-Git.) und Co. auch diesmal ein Werk ab, dem das Wasser zu reichen die Konkurrenz sich erst mal strecken werden muss. Allerdings scheint die Herangehensweise an die Songs und auch das Soundgewand derselben um hörbare Nuancen verändert. Minimalistischer als noch auf New Religion wurden die einzelnen Tracks produziert, man könnte auch sagen erdiger, mehr in Richtung originalem Sleaze als in Richtung Melodic Hard Rock. Kurz: mehr Junkyard als Leppard, wobei die Kiss der Hot In The Shade- und Lick It Up-Phase vielleicht immer noch als augenscheinlichste Referenz genannt werden können.
Den Anfang macht dabei der In-Your-Face-Rocker "Whiskey Tango Foxtrott", in dem alle Elemente des neu eingeschlagenen Weges sich bereits deutlich herauskristallisieren und in dem die Lixx sogleich unter Beweis stellen, dass sie keinesfalls ihr Gespür für hängen bleibende Hooks verloren haben. In "Young Blood" wird das Tempo angezogen und noch eine Ecke schorfiger, ergo sleazier zu Werke gegangen wird - Cinderella schimmern da ein ums andere Mal durch. Der Titeltrack stellt danach das erste echte Highlight dar, denn hier sind die Melodiewendungen nicht ganz so vorhersehbar wie noch in den beiden ersten Stücken, Rexon glänzt mit spitzen Schreien und Dawson lässt ein Solo vom Stapel, das sich gewaschen hat. Traditional Crazy Lixx, wie man es sich wünscht, und auch das groovig-coole "Fire It Up", das geradezu schreit "Paul Stanley is God!", und "Downtown", welches als Swedish Sleaze-Verbeugung vor AC/DC durch gehen kann, bewegen sich auf hohem Niveau.
Weniger spektakulär erscheint danach die Uptempo-Nummer "In The Night", doch mit "Church Of Rock", im Stil solcher 80er-Hymnen wie "I Love It Loud" (Kiss) oder "Lay It Down" (Ratt) kriegen die Lixx schnell wieder die Kurve, um mit "Heatseeker" und "Sweet, Bad & Beautiful" den einmal aufgenommenen Ohrwurm-Faden, allerdings garniert mit scharfen Echt-Sleaze-Tupfern der Marke 70er-Aerosmith, weiter zu spinnen. Das anschließende "Be Gone" fällt dagegen leider noch mal deutlich ab und "Only The Dead Know" darf zwar als gute, aber kaum überragende Ballade bezeichnet werden, wenn auch Rexon hier eine Glanzleistung abliefert.

Es lässt sich durchaus ein Fazit ziehen: es war von Anfang an schwer, an Loud Minority und New Religion heran zu reichen, und diese beiden Alben zu toppen schier unmöglich. Beides schafft Riot Avenue dann auch nicht, ABER: das ist Klage auf höchstem Niveau! Immer noch finden sich eine Menge herausragender Stücke auf der Scheibe, an denen der Sleazer an sich seine helle Freude hat und die den Crazy Lixx-Backkatalog zu bereichern wissen, dabei wären vor allem "Riot Avenue", "Fire It Up" und "Heatseeker" und "Downtown" zu nennen. Ein neues "Wanted", "21 Til I Die" oder "Rock And A Hard Place", alle für sich gesehen echte Ausnahmesongs, scheint jedoch auf Riot Avenue nicht aufzutauchen.

Fuxx

5 von 6 Punkten

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