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Helloween - Straight Out Of Hell

Helloween - Straight Out Of Hell
Stil: Heavy Metal
VÖ: 18. Januar 2013
Zeit: 61:29
Label: Columbia Records
Homepage: www.helloween.org
MySpace: www.myspace.com/helloween

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Das Album 7 Sinners war ein Paukenschlag und sorgte für Euphorie nicht nur im Lager hart gesottener Helloween-Fans. Nebeneffekt dieser Überraschung ist natürlich, dass die Messlatte für alles, was kommt, entsprechend hoch liegt. Zwei Jahre haben die Hamburger Kürbisköpfe nun damit verbracht, an einem Nachfolger zu feilen und der nennt sich plakativ Straight Out Of Hell.

Sollte uns dieses heiße Eisen tatsächlich geradewegs aus der Hölle ereilen, so ist nun endlich gewiss, dass auf den braven Metal-Fan, der ja sein Leben lang auf der richtigen Seite gestanden hat, nach dem Ableben dort unten eine endlose Partymeile erwartet. Denn Straight Out Of Hell ist pure Spielfreude und verbreitet nicht den Dunst von Tod und Schwefel, sondern ausschließlich gute Laune. Zum Start gibt es mit "Nabataea" eine kleine Geschichtsstunde. Dieser längste und auch vielseitigste Song des Albums erzählt nämlich die Geschichte des arabischen Nomadenstammes der Nabatäer und wartet nebenbei mit einigen aufdringlichen Melodien auf, die ihn zum Opener qualifizieren. Mit "World Of War" ziehen Helloween das Tempo spürbar an, liefern Härte und Groove in der Strophe, dafür wieder viel Melodie und Harmonie im Refrain. Der Synthesizer verleiht dem folgenden "Live Now!" bei leicht gedrosseltem Tempo eine gewisse Pop-Nuance und Ohrwurm-Potential, während das Gaspedal zu den Partynummern "Far From The Stars" und "Burning Sun" wieder bis durch den Boden getreten wird. Ein hübsches Pianomotiv ziert schließlich die Hymne "Waiting For The Thunder", die sicherlich zu den Höhepunkten des Albums gehört!

Halbzeit! Bislang haben sich Helloween von ihrer besten Seite gezeigt. Das Gitarren-Duo Weikath und Gerstner spielt sich förmlich die Pfoten wund und Fronter Andi Deris ist stimmlich in bester Form! Das kann er natürlich bei der folgenden Herzschmerz-Ballade "Hold Me In Your Arms" inklusive dezenter Orchesteruntermalung ein weiteres Mal beweisen. "Wanna Be God" wartet schließlich mit künstlicher Stadionatmosphäre und coolen Percussions auf - klingt beinahe wie Helloweens Antwort auf "We Will Rock You". Es folgt der Titeltrack, zunächst mit etwas beliebigem Einstieg, dafür aber mit unverzichtbarem Refrain und natürlich wieder in rasanter Spielweise. Auch der etwas eigenwillige Song "Asshole" steckt voller Melodien, die im Grunde viel zu nett und schön für die derben Lyrics sind. Highspeed, aber leider etwas wenig Identität, liefert dann die Nummer "Years", ehe für das Finale noch einmal schwere Geschütze aufgefahren werden. "Make Fire Catch The Sky" dominieren schwere, tiefe Gitarrenriffs - ein Titel, der auch auf 7 Sinners gepasst hätte. Glockenschlag, Orgeln und ein Chor läuten schließlich die Apokalypse ein, wenn "Church Breaks Down" vom jüngsten Gericht erzählt - ganz großes Klangkino!

In gut 60 Minuten blühen Helloween erneut wie eine Blume im zweiten Frühling auf und liefern ein rasantes Spektakel. Straight Out Of Hell klingt positiver als sein Vorgänger und ist in Summe doch einiges schneller ausgefallen. Mir persönlich hat 7 Sinners zwar einen Tick besser gefallen, aber das fällt am Ende kaum ins Gewicht.

Dagger

5 von 6 Punkten

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