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U.D.O. - Rev-Raptor

U.D.O. - Rev-Raptor
Stil: Heavy Metal
VÖ: 20. Mai 2011
Zeit: 51:05
Label: AFM Records
Homepage: www.udo-online.de

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"ARGHHH! Ich bin blind, ich habe Pegs Mutter nackt gesehen!"
So ähnlich wie dem großen Al Bundy beim Anblick seiner Schwiegermutter ging es mir auch beim visuellen Erstkontakt mit der neuen Scheiblette von uns U.D.O. Das Artwork ist in seiner äußerst grellen Farbgestaltung wirklich... gewagt und kann bei ungeschütztem Sichtkontakt zu Augenkrebs führen und das schreibt jemand, der fast farbenblind ist. Aber zum Glück ist die Verpackung nicht wirklich ein Hauptkriterium bei der Bewertung einer CD, das wichtigste ist und bleibt der musikalische Inhalt.

Und der ist mal wieder zu 100 Prozent U.D.O. 50 Minuten teutonischer Edelstahl, geschmiedet vom Meister selbst und eingespielt mit bewährter Unterstützung, viel falsch kann man da mit dem Erwerb des Rundlings nicht machen. Eigentlich stellt sich eh nur die Frage, wie sich der aktuelle Longplayer im Vergleich zum Backkatalog der deutschen Heavy Metal-Konstante schlägt, besonders natürlich der letzten, wirklich guten Alben. Hier bleibt zu konstatieren, dass das Niveau von Mastercutor und Dominator über weite Strecken gehalten werden kann, aber auch, dass sich ein paar kleine Schwachstellen ins ansonsten rostfreie Gerüst eingeschlichen haben. Wie Kollege Ray bei der Rezension zur Appetizer-EP Leatherhead schon anmerkte, schwächelt der Refrain des gleichnamigen Stücks ein wenig, dem Chorus von "Underworld" geht es ähnlich und das als "selbstreflektierende Halbballade" angepriesene "I Give As Good As I Get" ist für meinen Geschmack ein ziemlicher Langweiler geworden, aber gut, mit Balladen habe ich eh so meine Probleme. Der Rest aber bietet gewohnt starkes Material, mal stampfend, mal zum Mitgrölen animierend, immer schlüssig und nachvollziehbar, allerdings auch ohne größere Überraschungen wie beispielsweise "Devil's Rendezvous" anno 2009.

Klanglich wurde der Longplayer wieder in Stefan Kaufmanns Studio veredelt und bietet die gewohnte knackige Härte, die so perfekt zu den Tracks passt. Dass sich irgendwelche spielerischen Schwächen bei diesen Vollprofis eingeschlichen haben, hat ja wohl nicht wirklich irgendjemand erwartet und Herrn Dirkschneiders Stimme klingt (im positiven Sinn) giftig wie eh und je. Der Umfang des Werkes bietet value for money, nur mit dem Umschlagbildchen habe ich so meine schon erwähnten Probleme.

2011 bietet U.D.O. gewohnt soliden Stahl aus deutschen Landen, der weitestgehend das Level der Vorgänger halten kann. Da sich allerdings auch ein paar kleine Kritikpunkte eingeschlichen haben, komme ich nicht umhin, ein Pünktchen im Vergleich zu Dominator abzuziehen. Wem die erwähnte Ballade nicht zu cheesy ist, darf den Punkt aber wieder draufhauen.

Hannes

4 von 6 Punkten

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