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Tulus - Morbid Desires

Tulus - Morbid Desires
Stil: 37:28
VÖ: 27. März 2026
Zeit: 27.03.2026
Label: Darkness Shall Rise
Homepage: www.facebook.com/TULUSband

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Tulus scheinen ihren Takt für neue Veröffentlichungen gefunden zu haben. Drei Jahre nach Fandens Kall erblickt nun Morbid Desires das Dunkel dieser Welt und zeigt das norwegische Black-Metal-Urgestein in altbewährter Form.

"Salme II" eröffnet das Geschehen als einer der wenigen Uptempo-Tracks des Albums, überrascht und überzeugt mit griffiger Melodie, angenehmem Klargesang im Refrain und kurzen Akustik-Einschüben aus Flamenco-Gitarrenspiel, ehe der Song gegen Ende in einen Moshpart übergeht, der beinahe 1:1 von Sepulturas "Roots Bloody Roots" übernommen sein könnte. Diese stampfend-groovende Rhythmik wird im knochentrockenen "Skapp" fortgesetzt, durch gespenstische Keyboards und kurzes Solo-Spiel mit orientalischem Einschlag ergänzt, was der Nummer eine ganz eigene Atmosphäre verleiht. Schließlich fügt der Song "Tulus" als Repräsentant für das aktuelle Schaffen der Norweger jene rockenden Rhythmen und Gitarrenläufe hinzu, welche auch die Marschrichtung der weiteren Stücke definieren sollen: Tulus spielen Black'n'Roll!

Diese Ausrichtung findet ihren Höhepunkt im ausnahmsweise flott herausgerotzten "Hedengangen", bei dem man glatt meinen könnte, Sänger Blodstrup habe sich für diese Nummer mit den beiden verbliebenen Motörhead-Schergen Mickey Dee und Phil Campbell im Studio verschanzt, um eine Nummer zu Lemmys Ehren einzuspielen. Eine weitere Hommage, nämlich an die Metal-Urväter Black Sabbath mag der finale Longtrack "Sabbat" darstellen, der das bisherige Tulus-Repertoire noch um Spuren von Doom und Blues, eine Mundharmonika inklusive, ergänzt und in einigen Passagen zweifelsfrei an die frühen Werke der Vier aus Birmingham erinnert.
Obwohl sich die drei Norweger nicht hetzen lassen und Up-Tempo-Passagen die Ausnahme bleiben, hinterlässt Morbid Desires einen kurzweiligen Eindruck, was definitiv nicht nur an der überschaubaren Spielzeit von 37 Minuten liegt. Leider kommt auch dieses Album nicht gänzlich ohne Füllmaterial aus und herausstechende Momente bleiben überschaubar. Dennoch macht sich die jahrzehntelange Erfahrung der Akteure bemerkbar, wenn all die hübschen kleinen Details und Blicke über den Tellerrand das aufs nötigste reduzierte Songwriting bereichern und dem Album eine ganz eigene Stimmung verleihen. Freunde von Sarke, Khold oder aktueller Darkthrone-Alben können im Grunde bedenkenlos zugreifen!

Dagger

4 von 6 Punkten

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