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Hanging Garden - Isle Of Bliss

Hanging Garden - Isle Of Bliss
Stil: Melodic Death / Doom / Gothic Metal
VÖ: 20. März 2026
Zeit: 48:26
Label: Agonia Records
Homepage: www.hanging-garden.net

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Auf ihrem neunten Album Isle Of Bliss gehen die Finnen von Hanging Garden einen Tick harscher und aggressiver an ihre Songs heran als bislang gewohnt. Das demonstriert uns sogleich der Opener "To Outlive The Nine Ravens", der mit fast schon schwarzmetallischen Blastbeats und fiesen Screams das Geschehen eröffnet, ehe er dann doch das Tempo drosselt und die für Hanging Garden bekannt, schwermütige Atmosphäre aufbaut.

Am Stil der Band hat sich grundsätzlich nicht viel geändert - ihren Mix aus Melodic Death, Doom und Gothic Metal erreichen die sieben Musiker/innen mit stampfenden Rhythmen, spürbarem Synthesizer-Einsatz, mit mehrstimmen Chören und wunderschönen Klargesängen von Riikka und Toni, die eben immer wieder auf Tonis böses und tief grollendes Alter Ego treffen. Dabei erschaffen Hanging Garden durchaus progressive Strukturen, wenn sie ihre Songs bis knapp an die Sieben-Minuten-Grenze heranführen. So geschieht es schließlich auch bei erwähntem Einstieg, der vor allem in den rasanten Passagen und den daraus hervorgehenden Chören überzeugen kann. "Eternal Trees Of Turquoise" greift das flottere Tempo zunächst auf, ehe ab dem Titeltrack "Isle Of Bliss" doch deutlich gemächlichere Töne angeschlagen werden. "To The Gates Of Hel" lädt mit seinen angenehmen Gesangsduetten und den eindringlich-schwermütigen Motiven zum Träumen ein und zeigt die Band von ihrer gefühlvollen Seite.

Die ruppigen Gitarren und der verstärkte Einsatz von Death-Metal-Growls stehen den Kompositionen gut zu Gesicht. Die vielschichtig arrangierten Songs stecken voller Kraft und Theatralik, schaffen es aber gerade während der zweiten Albumhälfte nicht immer, die Relevanz bildende Spannung und Eingängigkeit zu erzeugen. Für zwischenzeitliche Durststrecken entschädigt allerdings der Rausschmeißer "Beneath The Fallen Sky", dessen schweres Doom-Riffing von angenehmen Gothic-Melodien und abermals bezaubernden Gesangseinlagen begleitet wird.

Dagger

4 von 6 Punkten

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