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Witch Ripper - Through The Hourglass

Witch Ripper - Through The Hourglass
Stil: Sludge / Stone Metal / Retro Rock
VÖ: 10. April 2026
Zeit: 44:09
Label: Magnetic Eye Records
Homepage: www.facebook.com/witchripper

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Es gleicht tatsächlich einer kleinen Reise durch Zeit und Raum, wenn Through The Hourglass, das dritte Album von Witch Ripper, beginnt im Schacht seine Runden zu drehen! Dass die Vier aus Seattle manch einen Link zur Rockmusik vergangener Zeiten platzieren, dürfte ihren Fans bekannt sein. Dennoch klingen Witch Ripper mit ihrem Mix aus Retro Rock, Sludge und Stoner Metal alles andere als altbacken, sondern meistern es gar vorzüglich eine Art eigenen Mikrokosmos aufzubauen und bringen Melodie und Heavyness mühelos unter einen Hut.

Allein das Wechselspiel zwischen tiefen Shouts und den hohen, glasklar gesungenen Versen von Chad Fox weiß schon zu faszinieren. In Verbindung mit den vielseitigen und dicht gewebten Arrangements reißt einen die Musik von Witch Ripper förmlich mit! Obwohl die Eingängigkeit der Kompositionen stets im Fokus steht, führen Leidenschaft, Enthusiasmus und scheinbar grenzenlose Kreativität immer wieder zu ausgedehnten Instrumentalexzessen, welche gerne auch progressive Züge besitzen und die Songs nicht unter sechs Minuten davonkommen lassen. Wir erleben Riffs, Riffs und nochmal Riffs neben exzellenter Solo-Arbeit, während eine mystische Aura das gesamte Werk zu umgeben scheint. Wer da nicht wie von Geisterhand zur Luftgitarre greift, der sollte sich wohl ein anderes musikalisches Hobby suchen!

Nach kurzem Intro haben Witch Ripper mit dem flott gespielten und hochmelodischen "The Portal" eines ihrer heißesten Eisen gleich an erste Stelle gepackt. Eine qualitative Abschichtung vorzunehmen, während die Sanduhr rinnt, soll allerdings alles andere als leichtfallen! Denn gleich das folgende "Symmetry Of The Hourglass" weiß als vielleicht härteste Nummer des Albums nicht minder zu überzeugen. Technisch anspruchsvoll und dennoch von beinahe cineastischer Schönheit demonstriert uns "Echoes And Dust", dass sich Eingängigkeit und technischer Anspruch nicht ausschließen müssen.

Mit geisterhaften Riffs und hypnotischen Drums steigt "The Clock Queen" in eine der anspruchsvollsten und vielschichtigsten Kompositionen ein, deren versöhnlich-prägnanter Refrain von Schwermut getragen wird und direkt unter die Haut geht. Wie aus einem Guss schmeichelt sich sogleich "Proximal Centauri" mit akustisch-balladesken Klängen ins Gehör, ehe es sich im letzten Drittel zur packenden Hymne steigert. Großes Klangkino erwartet den Konsumenten schließend im finalen "The Spiral Eye", das mit seinen opulenten Chören nicht nur von monumentaler Gestalt ist, sondern auch mit monumentaler Länge daherkommt.

Die große Kunst, selbst Lieder jenseits der acht-Minuten-Grenze spannend zu halten, beherrschen Witch Ripper gar vorzüglich! Das macht Through The Hourglass zu einem dieser Alben, die man sich immer wieder gerne anhört, und dabei stets neue Details entdecken kann.

Dagger

6 von 6 Punkten

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