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Soulburn - Quantifying Cosmic Doom

Soulburn - Quantifying Cosmic Doom
Stil: Blackened Doom Metal
VÖ: 12. Juni 2026
Zeit: 61:13
Label: Testimony Records
Homepage: www.facebook.com/OfficialSoulburn

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Einst als eine Art Spin-Off der legendären niederländischen Death-Metal-Vorreiter Asphyx Mitte der 1990er ins Leben gerufen, bescheren uns Soulburn diese Tage ihr mittlerweile fünftes Studio-Album. Längere Wartezeiten waren die Fans wohl aus der Vergangenheit bereits gewohnt, doch sollte es sich dieses Mal ganz schön ziehen, bis die neuen Songs fertiggestellt waren. Noa's D'ark, der Vorgänger von Quantifying Cosmic Doom, stammt immerhin aus dem Jahr 2020.

Das Warten hat sich allerdings gelohnt, wie uns gleich der Einstieg mit "The Braveheart Of Nightmares" beweisen soll. Mit seinen eindringlichen Riffs und dem emotional-narrativem Klargesang von Twan van Geel geht die Nummer direkt unter die Haut und wurde zurecht als erste Single-Auskoppelung verwendet. Es ist dieser Mix aus Black, Doom und etwas Death Metal, der den Sound von Soulburn so speziell macht. Blackened Doom ließe sich für alle Schubladisten als treffender Begriff ins Feld führen. Dem entsprechend pendeln die einzelnen Songs zwischen Angriffslust und Schwermut, wirken besonders doomig, wenn van Geel fast schon klagend seine klare Sangesstimme zu schleppender Rhythmik zum Einsatz bringt oder eben böse und aggressiv, wenn vorzugsweise gekeift und das Tempo angezogen wird.

"An Impious Journey Throught The Cathedral's Mouth" oder "Stalactites Of Molten Flesh" fahren zu teils rockenden Vibes astreines Schwarzmetall auf, während "M87 - What Hopes To Be Born", die zweite Single des Albums, nahezu komplett klar gesungen wird und eine ganz eigene Atmosphäre entwickelt. Mit "Iconox Spew Black On The Razor's Edge" folgt die vielleicht intensivste Nummer auf den Fuß. Hier trifft sägendes Old-School-Death-Riffing auf giftige Vocals, ehe die Nummer mit orientalischen Einsprengseln eine stilistische Wende hinlegt. Spätestens wenn im letzten Album-Drittel Melancholie und Tristesse die Oberhand gewinnen, beginnt es zu dämmern, dass Quantifying Cosmic Doom wohl eines jener Alben ist, für deren Konsum eine gewisse Stimmungslage durchaus hilfreich sein kann. Wer sich fühlt, als könne er gerade Bäume ausreißen, voller Tatendrang steckt und dieses Feeling noch etwas beibehalten möchte, der sollte Quantifying Cosmic Doom vielleicht besser auf einen späteren Zeitpunkt verschieben. Wer sich jedoch nicht ganz im Klaren darüber ist, ob er nun traurig oder angepisst ist, der findet mit der neuen Soulburn den perfekten Soundtrack, kann wechselweise andächtig den emotionalen Klängen lauschen oder die Matte kreisen lassen. Zu den elf neuen Kompositionen ist definitiv beides möglich!

Dagger

5 von 6 Punkten

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