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Sinsid - All That Remains

Sinsid - All That Remains
Stil: Heavy Metal
VÖ: 10. Juli 2026
Zeit: 43:47
Label: Pitchblack Records
Homepage: www.facebook.com/sinsidband

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Sinsid ist eine norwegische Band um den ehemaligen Wrestler, nun Sänger und Songwriter Terje Singh Sidhu, die entgegen dem Gros ihrer langhaarigen Landsleute nicht etwa Black oder Viking Metal spielt, sondern traditionsbewusst dem guten alten Schwermetall frönt. Diesen Weg beschreiten Sinsid nun seit 2012 und All That Remains heißt ihr aktueller Output!

Den Titeltrack gleich an erste Stelle gepackt, empfangen uns die fünf Nordmänner mit einem kernigen Old-School-Riff, stampfender Midtempo-Rhythmik und einem Refrain, der schnell im Gedächtnis bleibt. Wo Terje hier noch mit tiefer, teils lamentierender Stimme seine Verse zum Besten gibt, steigt er die Tonleiter im thrashigen "Sarcophagus" ein paar Sprossen nach oben und klingt damit eine ganze Ecke angriffslustiger als im Auftakt. Weniger Metal, dafür mehr Hardrock beschert uns das melodische "Running", ehe das archetypische "Templars Of Metal" seine Lyrics tief aus der Klischee-Kiste kramt. Verse wie "In unity they stand..." hat man in ähnlicher Form wohl schon zweidutzendmal zu hören bekommen. Die gefauchten Strophen im Venom-Style und ein kriegerischer Chorus, der zum Mitsingen animiert, übertünchen allerdings das Manko der textlichen Banalität.

Fernab ausgetretener Pfade bewegt sich in dieser Hinsicht der Gassenhauer "Pioneers", der den Pipelinebau in Nord- und Ostsee beleuchtet und als eines der Album-Highlights angesprochen werden darf. Ihm dicht zur Seite steht mit "Azad Hind" ein Exkurs in die Geschichte Indiens, der ganz frech mit dem berühmten Riff aus Danzigs "Mother" in Geschehen startet, sich dann aber ganz schnell zur eigenständigen Hymne entwickelt und somit den kleinen Diebstahl schnell vergessen lässt. Die zweite Albumhälfte bietet neben solider Kost noch die rebellische Nummer "Breaking All The Rules", die das Tempo wieder deutlich über den Album-Durchschnitt zerrt.

Sucht man nun nach Vergleichbarem, so ließen sich mal Iced Earth, mal Rebellion oder im Entfernten Judas Priest und W.A.S.P. heranziehen. Unterm Strich besitzen Sinsid aber doch einen eigenen, markanten Sound und verstehen es ganz gut, traditionellen Heavy Metal mit einem dezent modernen Anstrich zu versehen. Dabei mag es All That Remains vielleicht an den ganz großen Momenten fehlen, die raue und direkte Spielart der Norweger macht das Album aber dennoch zu einer kurzweiligen und sympathischen Angelegenheit.

Dagger

4 von 6 Punkten

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