Review
A Goat As Our Shepherd - Man Proposes, Earth Disposes

VÖ: 25. Februar 2026
Zeit: 43:33
Label: Eigenproduktion
Homepage: www.agaos.be
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A Goat As Our Shepherd nennt sich ein belgisches Kollektiv an Musikern, die sich voll und ganz dem melodischen Death Metal verschrieben haben. Man Proposes, Earth Disposes, so der Titel des mittlerweile zweiten Studio-Albums, steht auf einem dicken Fundament aus Groove und Melodie, was in dieser Kombination nicht selten Erinnerungen an die kanadischen Kollegen von Kataklysm weckt. Das mag vielleicht auch ein wenig an T'Seyens kraftvollen und tiefen Growls samt gelegentlicher Screams liegen, denen sich eine gewisse Nähe zu Brüllwürfel Maurizio nachsagen ließe.
A Goat As Our Shepherd hüllen ihre Kompositionen gerne in einen Mantel aus Dunkelheit und Schwermut, was die eher gemächlich gestrickten Nummern wie "Circling The Drain" oder "Husk Of Bloom" besonders eindringlich macht. In manch einem Gitarrensolo und wann immer die Belgier ihre Klampfen wie Teppiche ausrollen, meint man außerdem eine entfernte Verwandtschaft zu Amon Amarth erkennen zu können. Das feierliche "Astray Horizon" lässt sich hierfür wohl am ehesten ins Feld führen. Dem gegenüber stehen natürlich auch zahlreiche aggressive Momente! Das hohe Tempo und die thrashigen Gitarren rücken "Neurotic Swarm" in die Nähe von Vader, doch lassen wir die vielen Vergleiche. Die sollen schlussendlich nur das hohe qualitative Niveau unterstreichen, auf dem A Goat Of Our Shepherd agieren. Die Belgier entpuppen sich nämlich eines ums andere Mal als ausgefuchste Songwriter, die innerhalb der einzelnen Songs für manch einen Stimmungswechsel und manch eine Überraschung zu haben sind.
Melodien, die unter die Haut gehen, harmonische Soli und allerhand Groove stimulieren die Nackenmuskulatur über die gesamte Spielzeit hinweg. Stimmiges Artwork, saubere und druckvolle Produktion - in Anbetracht der Tatsache, dass Man Proposes, Earth Disposes in Eigenregie eingezimmert wurde, kann man hierauf nur mit einem respektvollen Nicken reagieren. Reinhören lohnt sich!


