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The Order - Empires

The Order - Empires
Stil: Heavy Rock
VÖ: 27. März 2026
Zeit: 45:51
Label: Massacre Records
Homepage: www.theorder.ch

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Gianni Pontillo kennt die Rockwelt als vorzüglichen Sänger, wovon man sich hierzulande zuletzt bei Live-Aktivitäten der Band Victory überzeugen konnte. Dort stand er für die beiden letzten Alben Gods Of Tomorrow und Circle Of Life hinterm Mikro und trug maßgeblich zur hohen Qualität der beiden Dreher bei. Dabei sollte man allerdings nicht vergessen, dass das eigentliche "Baby" des Schweizers die Band The Order ist, mit der er nun das mittlerweile siebte Album in Position bringt.

Empires beschreitet den gewohnten Pfad zwischen Hardrock und Heavy Metal und stellt mit seinem Titeltrack ein erstes Ausrufezeichen an erste Stelle. Im Midtempo arrangiert, mit knackigen Riffs und griffigem Refrain ausgestattet macht die Nummer Lust auf mehr, was sogleich mit "Fight For Your Rights" befriedigt werden soll. Eine stampfende Rhythmik mit bluesigem Einschlag kennzeichnet die erste Single-Auskopplung, zu der es bereits ein Video im Netz gibt. Da zeigen sich die Routine und das handwerkliche Können der Schweizer, die ihren Fokus weniger auf Innovation als vielmehr auf qualitative Umsetzungen legen. Das bestätigt die kämpferische Hymne "Warriors" ebenso wie der flotte Melodic-Rocker "Thieves In The Night", der im Grunde auch auf dem letzten Victory-Album eine gute Figur abgegeben hätte. Stilistisch liegen beide Acts ohnehin eng beieinander.

Freilich ließe sich ins Feld führen, dass einiges an Riffarbeit auf Empires altbewährte Genre-Stangenware ist. Songs wie "Living For The Nightlife" oder "Of Martyrs And Tyrants" klingen daher ein wenig abgegriffen. Auch die Schmuse-Ballade "Wherever I Go" mit unüberhörbarer 80er-Schlagseite vermag dieses Raster nicht zu durchbrechen. Nicht, dass die Nummer gröbere Mängel aufzuweisen hätte, aber in Sachen 80er Rock-Balladen ist vermutlich alles gesagt, was die Menschheit je zu sagen hatte und künftig noch zu sagen hat. Da freut man sich glatt über die feurigen Riffs von "The Last Call", welches wieder etwas mehr Metall im Frachtraum hat.

Dieses Review darf nicht beschlossen werden, ohne den finalen Longtrack "The Bonehead's Back - Promises And Illusions" zu erwähnen. Die gut zehnminütige Nummer tanzt stilistisch nämlich ganz schön aus dem Rahmen, klingt progressiv und modern und zeigt Gianni Pontillo von einer ganz neuen Seite, wenn er uns in den Strophen aggressive Shouts anstelle seines üblichen, hochmelodischen Gesangs serviert.

Sein Engagement bei Victory hat der Frontmann zwischenzeitlich beendet, erhielt allerdings den Ritterschlag und darf künftig bei niemand geringerem als Nazareth den Posten am Mikro übernehmen. Seinem "Baby" wird er dennoch erhalten bleiben und das ist auch gut so!

Dagger

4 von 6 Punkten

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