Review
Apolaustic - No Plenitude Without Suffering

VÖ: 03. April 2026
Zeit: 40:51
Label: Transcending Obscurity Records
Homepage: www.facebook.com/ApolausticBand
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Apolaustic ist das Solo-Debüt des ehemaligen Strortregn-Sängers Romain Negro, der sich für die Aufnahmen von No Plenitude Without Suffering die Unterstützung von Merlin Bodago an der Gitarre und Nicolas Muller an den Drums als Session-Musiker holte. Mit seinem melodischen Mix aus Death und Black Metal folgt der Schweizer zwar grundsätzlich dem Pfad seiner früheren Kollegen, dennoch gelingt es ihm, eigene Akzente zu setzen.
Da wäre zum einen die markante Rolle der Lead-Gitarre, die sich mit ihren vielseitigen Riffs, Soli und Melodien als Navigator durch die acht Kompositionen erweist. Nordisch klingt das Material, schwedisch, um genau zu sein. Da kommen dem geschulten Hörer sicherlich Bands wie Necrophobic oder Sacramentum in den Sinn, wenn Apolaustic zwischen rasend schnellen Passagen und ruhigen Intermezzi pendeln. Dabei darf man sich auf dicke Gitarrenwände im Black-Metal-Style und griffige Melodien ebenso freuen wie über Verschnaufpausen von der Akustik-Gitarre. Zwar sind einige Songs, zum Beispiel der Opener "Devouring The Past", in punkto Songwriting durchaus vorhersehbar, doch gibt es neben der allgegenwärtig hohen kompositorischen Qualität auch Momente, die aufhorchen lassen.
"Black Flame Reviver" beispielsweise tanzt mit seinen markanten Saxofon-Klängen gänzlich aus der Reihe und liefert in seinen melodischen Gitarren-Parts ein paar feine "dissectioneske" Leads. Auch der Rausschmeißer "Peregrination Towards Childhood Memories" hat ein Gitarrenriff in petto, das alles andere als Stangenware ist. Grundsätzlich gilt: ob angriffslustig oder versöhnlich - die Melodie steht bei Apolaustic stets im Fokus. Dabei schaffen es die Musiker, dank wiederkehrender Stimmungswechsel spannend zu bleiben, selbst wenn die Songs bis an die sechs Minuten heranreichen. Ein atmosphärisches Artwork und eine bärenstarke Produktion tun das Übrige, um No Plenitude Without Suffering zu einem durchweg unterhaltsamen Erlebnis zu machen. Daher der Tipp: einfach mal das Video zum Gassenhauer "Testimony Of An Obsolescent World" im Netz ansteuern und sich selbst ein Bild machen.


