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Konzert-Bericht

Fiddler´s Green & The 4 Of Us

Backstage, München 01.04.2004

Als ich um 20 Uhr am Backstage eintraf, hatte sich schon eine kleine Meute vor der Halle versammelt und wartete begierig auf den Einlass. Kurz nach acht war es dann auch endlich soweit und wir wurden hereingelassen. Wenn ich allerdings gewusst hätte, dass die Vorband erst um 21 Uhr anfängt und auch noch sooo wahnsinnig aufregend ist (vorsicht Ironie), wäre ich später gekommen. Aber was soll's, die Fiddlers waren klasse! Aber eins nach dem anderen.

Um kurz nach 21 Uhr begann dann also die Vorband. Sie hießen The 4 Of Us, obwohl ich nur zwei Leute auf der Bühne entdecken konnte (Vielleicht schizo? - Kara), welche beide mit Gitarren bewaffnet bedeutungslosen Country-Folk zum Besten gaben. Ok, technisch war das alles net schlecht, aber nicht nur mir schliefen bei den überwiegend lahmen Songs die Füße ein, so dass ich die Zeit nutzte, um das Loch in meinem Magen zu stopfen. Ein wenig mehr Feuer wäre nicht schlecht gewesen. Nach einer viel zu langen dreiviertel Stunde war dann aber zum Glück Schluss und der Party stand nichts mehr im Wege.

Nach einer kurzen Umbaupause von knapp 15 Minuten fingen dann um 22 Uhr die Fiddler's an. Und was die boten, war einfach nur klasse: 120 Minuten Folkrock zum Abtanzen, gute Laune und ein Haufen Spaß. Es wurde im Laufe des Abends fast das komplette neue Album "Nu Folk" runtergezockt, bloß "Fragile", "I'll be There" und "Lullaby" fehlten. Mir passte das recht gut, da ich bis dato keine alten Songs der Erlanger kannte. Besonders gefielen mir dabei der "Goldwatch Blues", die überragende Ballade "Silence" (Gänsehaut pur) und der Melancholie-Rocker "1000 Million Pieces", bei dem man nicht wußte, ob man nu lachen oder weinen solle, grandios!
Aber auch ältere Hits wurden zuhauf gespielt. "Folk Raider", "Tribal Dance" und "Mary Mack" animierten das Münchner Publikum zum Hüpfen, Springen und Tanzen - bei einer Zugabe kam es sogar zu einer Polonäse. Bei "Donkey Riding" durften ein paar Weiblein und Männlein auf den Schultern ihrer Kumpels durchs Publikum reiten, beim "Goldwatch Blues" gab es ein Händeschwenk-Meer und zum abschließenden "Blarney Roses" durften einige Fans zu ihren Idolen auf die Bühne! (Hihi, das war witzig, ein paar Mädels wussten nimmer so richtig wie ihnen geschah und einige hatten auch keine BHs an *woppwoppwopp* - Kara). Das ist Fannähe! Und auch wenn alle Musiker sehr gute Leistungen ablieferten, möchte ich den Tobi mit seiner Violine extra hervorheben. Denn sich so geile Melodien ohne mit der Wimper zu zucken aus dem Ärmel zu schütteln und dabei noch die ganze Zeit wie von der Tarantel gestochen über die Bühne zu hüpfen, das hat schon ein Sonderlob verdient. Kompliment!
Es ist eigentlich egal, welche Musik man hört, Fiddler's Green kann ich jedem empfehlen, denn die Show und Musik hat einfach nur Spaß gemacht, und mit 12€ für zwei Stunden war der Eintrittspreis mehr als fair.
Einziges kleines Minus war am Anfang der Gesang, welcher viel zu leise gemischt war, was sich aber zum Glück nach dem ersten Drittel des Sets besserte. Ist doch schade, wenn die dreistimmigen Textpassagen neben den übrigen Instrumenten untergehen.
Ansonsten war es geil und ich möchte mit dem Titel eines aktuellen Songs abschließen:
"Shut Up And Dance"!!! (Thorsten)

Zwar war ich an diesem Abend nur +1, aber ich wäre nicht Quotenfrau, wenn ich nicht noch meinen Senf dazugeben wollte: Ich stimme mit Thorsten überein, dass das ein sehr geiler Auftritt der Fiddler's war - über die beiden Schlafmützen am Anfang breiten wir mal lieber den Mantel des Schweigens. Und wahrlich, ich sage euch: wenn ich gewusst hätte, dass das die hübscheste Band ist wo gibt, wäre ich schon lange mal auf ein Konzert von denen gegangen! Allesamt junge Kerle mit flachem Bauch und hübschen Muskeln, kein Fettdepot in Sicht, alle durchtrainiert und in bester Spiellaune. So gefällt mir das! Sänger Albi schaut zwar aus wie unser Scheffe - nämlich wie ein braver BWL-Student (*kicher*), aber das täuscht (bei beiden ;-)). Auch hat Gitarrist Peter mit seiner schwarzen Prinz-Eisenherz-Frisur was von Jürgen Drews, aber er singt besser *g*. Und ich hätte nicht gedacht, dass ich eine Band finde, die meine bisherigen Live-Favoriten Subway To Sally und Edguy an Spielfreude übertrifft - aber hier ist sie! Wie sie allein schon den Ausfall eines Verstärkers überspielt haben: Die Band stellt mal eben die Setlist um und Albi lässt das Publikum den Grundrefrain von "It'll Be Fine When You Reach Cloud Nine" übernehmen, singt selbst drüber und legt damit ganz nebenbei eine klasse a-capella-Gesangsleitung hin. Oder der tolle Geigen-Djemben-Bodhran-Instrumental-Teil, bei dem man Schlagzeuger Frank näher bestaunen konnte.
Definitiv die beste Liveband, die man momentan erleben kann. Auch ich kann jedem, der auch nur im entferntesten was mit Irish Folk am Hut hat, diese Band allerwärmstens empfehlen. (Kara)

Setlist Fiddler's Green:
Tarry Trousers
Haughs Of Cromdale
Make No War
Don't Come Again
Folk Raider
The Crawl
Goldwatch Blues
Shut Up And Dance
NU Chicks
1000 Million Pieces
Wild Life
Donkey Riding
Solo Violine - Jigs For Free
Silence
Tribal Dance
Johnson Boys / Cotton Eye Joe
Celebrate
Don't Turn Away
Mary Mack
Cecilia / Girls Along The Road
Tangerine
----------------
Part Of It
Rocky Road To Dublin
Popcorn (kurz angespielt)
Bonnie Ship The Diamond
----------------
It'll Be Fine When You Reach Cloud Nine
Blarney Roses

Kara & Thorsten

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