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Dynfari - The Four Doors Of The Mind

Dynfari - The Four Doors Of The Mind
Stil: Post Black Metal
VÖ: 14. April 2017
Zeit: 47:59
Label: Code666
Homepage: -
MySpace: www.myspace.com/dynfari

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Auf ihrem vierten Studioalbum ist die isländische Band Dynfari vom Duo zum Quartett herangewachsen. The Four Doors Of The Mind ist ein Konzeptalbum, das sich mit dem Thema Schmerz beschäftigt. Literarische Grundlagen für diese Auseinandersetzung lieferten der amerikanische Schriftsteller Patrick Rothfuss und der isländische Poet Johann Sigurjonsson. Außerdem ließ Hauptsongwriter, Sänger und Gitarrist Johann Örn einige persönliche Erfahrungen zum Thema Schmerz, die er im Rahmen der Behandlung einer Autoimmun-Erkrankung am eigenen Leib erfahren musste, in die Sogs mit einfließen. Was nun die musikalische Umsetzung anbelangt, bleiben Dynfari ihrem Stil treu, der im Presseblatt treffend als atmosphärische, von Black-Metal beeinflusste Musik beschrieben wird.

Diesen schwarzmetallischen Einflüssen begegnet man schließlich vornehmlich während der ersten Albumhälfte. Nach kurzem und ruhigen Intro liefert "1st Door Sleep", das zunächst ebenfalls mit Akustikgitarren beginnt, die einschlägigen Elemente, nämlich klirrend kalte Gitarrenwände, schnelle Drums und heisere Gesangslinien. Zwar fällt im folgenden "Sorgarefni Segi Eg Èr" der Gesang etwas moderater aus, dennoch erreicht das Stück noch eine Steigerung an Intensität und Hymnik, ehe die Geschwindigkeit nach und nach zurückgenommen wird. Der Übergang zu "2nd Door Forgetting" ist fließend und man spürt bereits den stilistischen Wandel, den das Album durchläuft. Die Klänge werden ruhiger und wärmer, die Lyrics werden in klar gesprochener Weise vorgetragen und der Black Metal schimmert nur noch gelegentlich bei der Gitarrenarbeit durch. Während der zweiten Albumhälfte bestimmt schließlich die gezupfte Akustikgitarre das Geschehen und findet gelegentlich Begleitung von Akkordeon, Flöte und Bouzouki, was dem Material einen folkloristischen Charme verleiht. Da kommen einem Vergleiche mit Bands wie Agalloch, Solstafir oder Alcest in den Sinn, auch wenn Dynfari sicherlich ihren eigenen Weg wählen.

Die Isländer wissen schon sehr gut, wie man eindringliche Melodien atmosphärisch gut in Szene setzt. Leider verlieren sich die Musiker dabei aber immer wieder in unnötig lange Passagen, in denen dann die Spannung verloren geht. Für Freunde von Post Black Metal und ruhigen, atmosphärischen Klängen kann The Four Doors Of The Mind dennoch eine reichhaltige Fundgrube sein, in deren Tiefe sich sicherlich auch die Liebe der Musiker zur umwerfenden isländischen Natur widerspiegelt. Die Aufmachung des Albums ist außerdem ein echter Hingucker. In ein wunderschönes Artwork gebettet gibt es das Album neben der Digipack-Version auch in schwarzem und eisblauem Vinyl. Sammler können sich zudem auf eine edle Holzbox in limitierter Auflage freuen.

Dagger

4 von 6 Punkten

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