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Crystal Viper - Queen Of The Witches

Crystal Viper - Queen Of The Witches
Stil: Heavy / Speed Metal
VÖ: 17. Februar 2017
Zeit: 43:23
Label: AFM Records
Homepage: www.crystalviper.com
MySpace: www.myspace.com/crystalviperofficial

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Wenn es um traditionsbewussten Edelstahl aus Polen geht, kommt man um einen Namen nicht herum: Crystal Viper. Seit 2003 bewegt sich die Combo um Sängerin, Gitarristin und Komponistin Marta Gabriel in den Spuren britischer, aber vor allem auch deutscher Speed- und Heavy-Metal-Urväter. Trotz vieler sich stets anbietender Vergleiche haben die Polen mittlerweile ihren eigenen, unverwechselbaren Stil kreiert, was nicht zuletzt Martas prägnanter Sangesstimme geschuldet ist. Am eingeschlagenen Pfad soll sich auch auf Longplayer Nummer sechs nichts ändern. Wie schon bei dem 2013er Vorgänger Possession finden wir nun auch auf Queen Of The Witches ein lyrisches Konzept, das sich mit dunkler Magie befasst. Wo andere Bands bei Konzeptalben den Fokus zu sehr auf den Inhalt legen und dafür das Songwriting etwas vernachlässigen, darf man sich bei Crystal Viper auf die volle Palette Heavy Metal gefasst machen.

Der Opener mit dem treffenden Titel "The Witch Is Back" donnert mit ordentlicher Geschwindigkeit und dicken Gitarrenriffs, die ein wenig an Grave Digger erinnern, aus den Boxen und liefert einen Viper-typischen Refrain, der sich tief ins Langzeitgedächtnis frisst. Flott und old-schoolig schreitet der Vierer mit "I Fear No Evil" voran und liefert den nächsten Ohrwurm, ehe mit "When The Sun Goes Down" eine packende Midtempo-Hymne vom Stapel gelassen wird, die im Anfang und in ihrer Rhythmik Verwandtschaft zu Manowars "Warriors Of The World" zeigt. Schon jetzt merkt man, dass Crystal Viper ihr Material entschleunigt haben. Vorbei sind die Zeiten, in denen die Band auf Teufel komm raus nur schnell sein wollte und dabei nicht selten viel zu hektisch rüber kam. Da wundert es auch nicht, dass mit "Trapped Behind" eine wunderschöne und zarte Pianoballade auf dem neuen Album zu finden ist, wie sie früher von dieser Band nicht denkbar gewesen wäre.

Das soll nun aber nicht heißen, Crystal Viper würden 2017 nur noch Weichgespültes von sich geben. Nein, "Do Or Die" galoppiert mit der gewohnten Härte und aggressiven Gangshouts im Refrain durch die Boxen. "Burn My Fire Burn" klingt - vor allem im Refrain - wie eine kleine Hommage an Iron Maiden, wohingegen "Flames And Blood" wieder eine lupenreine Speed-Metal-Nummer ist, für die Ex-Venom-Gitarrist Mantas ein fetziges Solo beigesteuert hat. Erneut ruhige Töne werden mit der Power-Ballade "We Will Make It Last Forever" angeschlagen, ehe es mit "Rise Of The Witch Queen" wieder deutlich schneller und ruppiger zu Sache geht. Am Ende schieben die Polen noch das Grim-Reaper-Cover "See You In Hell" hinter her, und wer sich die LP-Version leistet, bekommt noch eine Neuinterpretation des Exciter-Klassikers "Long Live The Loud" um die Ohren. Dass man für das Cover-Artwork keinen Geringeren als Andreas Marschall verpflichtet hat, der ja u.a. schon fantastische Arbeiten für Blind Guardian, Running Wild und Grave Digger geliefert hat, könnte für das vorliegende Werk passender nicht sein.

Am Ende kann man nur eines feststellen: Fans der Band können blind zugreifen. Wer die ollen Platten von Grave Digger, Warlock, Rage und eine ausgedehnte NWOBHM-Sammlung im Regal stehen hat, der sollte die Ohren spitzen und die neue Crystal Viper testen.

Dagger

5 von 6 Punkten

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