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Ignis Fatuu - Meisterstich

Ignis Fatuu - Meisterstich
Stil: Mittelalter Rock
VÖ: 08. Juli 2016
Zeit: 50:41
Label: Trollzorn
Homepage: www.ignisfatuu.de
MySpace: www.myspace.com/ignisfatuu

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Das mittlerweile vierte Album aus dem Lager Ignis Fatuu trägt nicht umsonst den Namen Meisterstich. Die 13 neuen Stücke wurden nämlich inspiriert von 13 original Kupferstichen Albrecht Dürers aus der Zeit zwischen 1496 und 1515. Eine tolle Idee, die schließlich zum ersten Konzeptalbum der Nürnberger Musikanten heranreifte!

Was nun die textliche Umsetzung betrifft, mag man vielleicht geteilter Meinung sein, rein musikalisch bleibt bei Ignis Fatuu zumindest alles beim Alten. Sprich, geboten wird Mittelalter Rock gemäß gängiger Rezeptur. Die Songs sind eingängig arrangiert, nicht zu kompliziert und weisen das genreübliche Inventar an mittelalterlichen Instrumenten auf.
Gleich der Einstieg mit "Die Vier Reiter Der Apokalyse" verbreitet trotz der simplen Lyrics gute Laune. Für selbige garantieren auch die flott gespielten Nummern "Die Wunderbare Sau Von Landser" und "Adam Und Eva". Mit eher ruhigeren Tönen, hübschen Flötenmelodien und einer tatsächlich einmal nennenswerten Sangesleistung von Frontmann P.G. spielt sich auch der "Sternenfall" direkt ins Langzeitgedächtnis. "Der Dudelsackspieler", erst fröhlich tanzbar, dann zum Schluss hin etwas melancholisch, darf als knackiges Instrumentalstück in der Liste der Anspieltipps ebenfalls nicht vergessen werden. Neben genannten enthält der Meisterstich aber auch eine Reihe von Stücken, die vorüberplätschern ohne dabei einen tieferen Eindruck zu hinterlassen. Andere, wie etwa "Rhinocerus" bleiben vielleicht hängen, entwickeln sich aber zu einem Ohrwurm, den man eigentlich gar nicht haben möchte.

Ob Ignis Fatuu mit ihrem neuen Album nun den künstlerischen Ansprüchen eines Herrn Dürer gerecht würden, sei dahin gestellt. Für angenehme Unterhaltung ist der Meisterstich definitiv zu haben, wobei die Nürnberger mit der ersten Grade ihrer Spielmannszunft sicherlich nicht mithalten können. Wenn am Ende der Promoter die Scheibe aber als erstes Renaissance-Rock-Album Deutschlands bewirbt, bei dem die Band "weit über den Tellerrand des typischen Mittelalterrocks" hinausblickt, dann ist das schon hanebüchen. Denn mehr als die gewohnte Kost des Genres sollte man beim Meisterstich eben gerade nicht erwarten.

Dagger

4 von 6 Punkten

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