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Azavatar - Azavatar

Azavatar - Azavatar
Stil: Black Metal
VÖ: 29. Juni 2015
Zeit: 51:28
Label: Art Of Propaganda
Homepage: -

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Manch Szene-Insider mag wissen, dass Azavatar der Gitarrist des Münchener Kollektivs Saeculum Obscurum ist. Selbiger bringt nun sein eigenes Projekt an den Start, wobei es sich aber keineswegs um eine One-Man-Show, sondern um eine vollwertige Band handelt. Neben seinem Saeculum-Obscurum-Kollegen Khorthron wurden Musiker aus den Bands Odem Arcarum und Nebelkrähe verpflichtet, um gemeinsam ein skandinavisches Tiefdruckgebiet über der Bayern-Metropole zu erzeugen.

Klirrende Gitarren wie ein Schwarm wild gewordener Hornissen treiben den Opener "Kvlt" mit Hochgeschwindigkeit voran. Da werden Erinnerungen wach an norwegische Altvordere, wie Darkthrone oder Satyricon. Dezent platzierte Synthesizer verleihen dem ohnehin schon grimmigen Material noch mehr an boshafter Atmosphäre, so dass einem auch deutschsprachige Combos wie Secrets Of The Moon und Dark Fortress in den Sinn kommen. Zufall? Für das Mastering wurde nämlich V. Santura von Dark Fortress ins Boot geholt. Ähnlich intensiv, jedoch mit einem noch eindringlicheren Refrain ausgestattet, startet "Kaos" die zweite Angriffswelle, ehe "Kvrse" als 15-minütiges Herzstück des Albums größtenteils im Midtempo gestrickt wurde. Man merkt es schon - die fünf Titel auf dem Album lesen sich wie eine Alliteration. In bewährter Black-Metal-Manier werden dabei konsequent das "c" als "k" sowie das "u" als "v" geschrieben. Azavatar lässt keinen Zweifel daran, dass hier echte Überzeugungstäter am Werk sind, die ganz genau wissen, wie man mittels puristischem Schwarzmetall einen jeden Schöngeist gewaltig vor den Kopf stößt. Es stören nur die etwas übertriebenen Spielzeiten zwischen sieben und 15 Minuten pro Song, die nicht immer gerechtfertigt scheinen. Zudem haben die beiden letzten Nummern "Krest" und "Krypt" dem beachtlichen Auftakt nicht wirklich etwas hinzuzufügen.

Anhänger dieser Spielart werden mit dem Azavatar-Debüt, dessen Ton gewordene Finsternis im Artwork von Comawörx vortrefflich gespiegelt wird, trotzdem ihre Freude haben. Klanglich reduziert, aber keinesfalls in Underground-Manier vor sich hin scheppernd, wird hier der Geist des ursprünglichen Black Metals nämlich recht gut verkörpert.

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4 von 6 Punkten

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