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Review

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Rotten Dregs - Various Ways To Rot

Rotten Dregs - Various Ways To Rot
Stil: Melodic Death Metal
VÖ: März 2013
Zeit: 55:27
Label: Eigenproduktion
Homepage: www.rottendregs.de

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Wer anders als der alte Mann könnte ein Review über einen Output der Rotten Dregs schreiben? Genau, niemand, denn in dieser Band sind tatsächlich nur Staatsdiener zu finden; somit handelt es sich hier eigentlich um eine Sache unter Kollegen. Aber Bonuspunkte gibt's von mir deswegen noch lange nicht, Leistung will ich schon sehen oder besser gesagt hören.

Wenn man sich den Rhythmus der Dreg'schen Veröffentlichungen so anschaut, könnte man fast auf die Idee kommen, diesen als "gemächlich" zu bezeichnen, denn bei Various Ways To Rot handelt es sich erst um den dritten Longplayer in 20 Jahren Bandgeschichte. Ein Schelm, wer dabei auf den Beruf der Bandmitglieder verweist. Immerhin nehmen sie anscheinend so langsam Fahrt auf, denn hat es acht Jahre gedauert, bis die Band mit ihrem Erstling zu Potte kam und weitere sieben Jahre in Land zogen, bis das Zweitwerk fertig war, hat es diesmal "nur" fünf Jährchen gedauert, bis neuer Stoff fertig war. Die investierte Zeit hat sich gelohnt. Das Quartett hat in der Zwischenzeit deutlich an seinen Fähigkeiten gefeilt, sowohl was das Songwriting angeht als auch bei der technischen Umsetzung. Wie beim 2008er Werk gibt es melodischen Todesmörtel mit neuerdings etwas zurückgefahrenen Rock'n'Roll-Elementen und einer neu hinzugekommenen Thrash-Komponente. Immer, wenn's ein wenig schneller zu Werke geht, wächst der Thrash-Anteil und wenn das Tempo etwas herausgenommen wird, gewinnt die rockige Seite an Gewicht. Das zeigt auch schon, dass der "Bayerische Beamtenbund" beim aktuellen Werk deutlich mehr auf abwechslungsreiche Stücke geachtet hat als noch beim Vorgänger und mehr Einflüsse verarbeitet wurden als noch vor fünf Jahren. Bei "Thor - God Of Thunder" hat man nicht nur beim Titel deutlich bei Amon Amarth gespickt, bei "Hail To The Raven God" noch viel mehr ("With Oden On Our Side", anyone?), "Hate Parade" glänzt mit Hardcore-ähnlichem Unterton und der Rauswerfer "Say Goodbye" ist ein richtiges Melodeath-Juwel geworden.

Die Umsetzung des Materials ist den Staatsdienern sehr solide gelungen. Hoardls Stimme ist zwar immer noch keine Wundertüte an Variationsmöglichkeiten, aber er setzt sie zumindest ziemlich effektiv ein. Der Rest der Instrumentierung ist gutklassig ausgefallen. Das Drumming ist recht variabel, klingt aber an ein paar Stellen etwas aufdringlich. Da es meist aber eher traditionell angelegt ist, gehe ich davon aus, dass dies so gewollt ist. Die Gitarrenarbeit kann sich durchweg hören lassen, die Riffs sitzen, die Leads bleiben im Ohr hängen, alles im grünen Bereich. Die Produktion ist ordentlich, die Spieldauer opulent und das Artwork immerhin vorhanden.

Various Ways To Rot gefällt mir eine Ecke besser als der von mir schon besprochene Vorgänger. Die Band scheint in den vergangenen fünf Jahren deutlich gereift zu sein, was vor allem das Songwriting deutlich verbessert hat. So kann ich den werten Beamtenkollegen die verdiente Aufwertung geben, ohne mich dem Vorwurf des Amigo-tums aussetzen zu müssen.

0 KommentareHannes

5 von 6 Punkten

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