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Rotten Dregs - Rot 'n' Roll

Rotten Dregs - Rot 'n' Roll
Stil: Rot 'n' Roll
VÖ: 09. März 2008
Zeit: 53:09
Label: Eigenproduktion
Homepage: www.rottendregs.de

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Das nenne ich mal einen Mangel an Hektik! Acht Jahre nach ihrem Debütalbum und ganze 15 Jährchen nach ihrer Gründung legt die Ismaninger Combo Rotten Dregs mit Rot'n'Roll ihr Zweitwerk der nach Musik der härteren Couleur lechzenden Zuhörerschaft vor. Bei der langen Produktionszeit muss es sich ja um ein ausgereiftes Werk handeln...
Die "vergammelten Norgerl" sehen sich selbst als Krachmacherband, bei der der Spaß an der Musik im Vordergrund steht. Dabei bedienen sie sich eines Stils, den sie selbst als Rot'n'Roll oder auch Death Rock bezeichnen. Ich persönlich würde das ganze eher als Thrash'n'Roll titulieren, aber das nur mal so am Rande. Auf 15 Tracks bieten die vier Bayern dem Hörer solide Kost, hauptsächlich im Midtempo gehalten; Ausbrüche in höhere (z. B. "Friendly Fire") oder niedrigere ("Peaceful Day") Geschwindigkeitsregionen sind eher selten. Ok, eigentlich sind es ja nur 13 Songs, In- und Outro zähle ich mal nicht dazu, aber da die Scheibe über 53 Minuten Stoff bietet, fallen diese Spielereien mal nicht unter den Begriff "Zeitschinden". Insgesamt herrscht auf dem Silberling eine relativ düstere Stimmung vor, die nur selten etwas aufgelockert wird (z. B. beim erwähnten "Peaceful Day", das durch die Gastperformance einer gewissen Eszter im Sangesbereich veredelt wird oder beim sehr gelungenen Instrumental "The Silence Remains"). Dadurch wirkt die Scheibe zwar auf der einen Seite recht intensiv, auf der anderen Seite ergibt sich daraus aber leider auch ein gewisser Abnutzungseffekt. Ein wenig mehr Abwechslung hätte der Sache gut zu Gesicht gestanden. Dafür habe ich weder an der Produktion der CD, die recht gefällig ausgefallen ist, noch an der instrumentalen Leistung der Band etwas auszusetzen, gerade im Gitarrenbereich verwöhnt die ein oder andere gelungene Einlage das Ohr des Rezensenten. Im stimmlichen Bereich aber geht es wieder ein bisschen in Richtung eintönig, denn die Stimme von Frontmann Hoardl klingt an sich gar nicht übel, aber leider weist sein Organ auf Dauer einfach zu wenig Variationsmöglichkeiten auf, um den Hörer länger bei der Stange zu halten. Irgendwie klingt der Gesang auf dem ganzen Album recht gleichförmig, was weiter zum oben erwähnten Abnutzungseffekt beiträgt.
Der Output wird durch den angesprochenen Mangel an Abwechslung ein bisschen entwertet, bleibt aber trotzdem eine recht solide Angelegenheit, die auch einen recht hohen Wiedererkennungswert aufweisen kann. Reinhören schadet mit Sicherheit nicht...

Hannes

Ohne Wertung

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