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Dehuman Reign - Destructive Intent (MCD)

Dehuman Reign - Destructive Intent (MCD)
Stil: Death Metal
VÖ: 26. Juli 2013
Zeit: 20:46
Label: FDA Rekotz
Homepage: www.facebook.com/DehumanReign

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FDA Rekotz hat sich mittlerweile zu einem meiner Lieblings-Labels gemausert, jagt ein Qualitäts-Output doch den anderen. Auch die vorliegende Mini-CD der Berliner Dehuman Reign ist da keine Ausnahme, zumindest nicht, was die Qualität selbiger betrifft.

Stilistisch gesehen sind diese Berliner aber eher ein Exot beim rührigen Hauptstadt-Label, denn die meisten Veröffentlichungen von FDA decken entweder den Elchtod alter Schule ab oder wildern in grindigen Gefilden. Dehuman Reign aber zelebrieren auf Destructive Intent Todesmörtel US-amerikanischer Bauart, Deicide oder Immolation wären Namen, die als Vergleich herhalten können. Diesen Vergleich müssen die Berliner nicht scheuen, das Material des Debüts würde auch auf einem Output der genannten US-Bands keinen schlechten Eindruck machen. Fünf "echte" Songs sind zwar noch nicht allzu viel, sich ein umfassendes Urteil über die Kapelle zu bilden, aber bei diesen Stücken gibt es keinen einzigen Ausfall zu verzeichnen und das schafft beileibe nicht jede Band. Obwohl das Quintett immer innerhalb der selbstgewählten Genre-Grenzen bleibt, wird die Scheibe doch an keiner Stelle langweilig oder auch nur eindimensional. Jeder Song entwickelt Wiedererkennungswert, genug Variation gibt es sowohl im Geschwindigkeits- als auch Stimmungsbereich und die drei Vor- bzw. Zwischenspiele lockern die CD an den richtigen Stellen auf.

Spielen können die Fünf hörbar und ein ganz großes Lob geht an Sänger Alex, dessen Growls eine ganz eigene Marke sind, der aber auch mal die Tonlage zu wechseln versteht. Ein weiterer Daumen nach oben geht in Richtung des Produktions- und Mastering-Teams, das einen zugleich fetten als auch ursprünglichen Sound aufs Silizium gebannt hat. Weder Proberaum noch Hochglanzproduktion, sondern mit Wucht sowie Ecken und Kanten ausgestattet, genau so muss Death Metal alter Schule klingen. Auch beim Artwork verblieb man im Old School-Bereich und hat mit Dedy von Badic Art einen Glücksgriff getan.

Dafür, dass die Band erst 2011 gegründet wurde, klingt der Rundling schon erstaunlich erwachsen. Da kommt etwas Großes auf uns zu, hoffentlich können die Jungs ihr Niveau auch weiterhin halten. Dann wäre der hoffentlich folgende Longplayer nämlich ein Kandidat für die Höchstnote.

Hannes

Ohne Wertung

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