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Exhumed - Necrocracy

Exhumed - Necrocracy
Stil: Death Metal
VÖ: 06. August 2013
Zeit: 39:45
Label: Relapse Records
Homepage: -

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Viel übrig geblieben vom 2011er Line-Up ist bei Exhumed ja nicht, gerade mal Matt Harvey ist immer noch mit von der Partie. Okay, immerhin ist er ja der Bandkopf, für ein wenig Konstanz sollte das schon sorgen. Mit Bud Burke hat sich ein alter Bekannter an der Gitarre eingefunden, der bei den Sickos schon im Zeitraum von 1999 bis 2003 in die Stahltrossen gegriffen hat.

Wer vor zwei Jahren beim Comeback-Album eine Weiterentwicklung im Vergleich zur frühen Bandphase wohlwollend konstatieren durfte, wird auch bei Necrocracy nicht enttäuscht, denn so erwachsen und schlüssig klangen die Amis nicht mal auf dem von mir so gelobten Vorgänger. Hier hat alles Hand und Fuß, wirkt von vorn bis hinten durchdacht und kann trotzdem mit jeder Menge Augenzwinkern punkten. Die Scheibe wirkt noch zielgerichteter als All Guts, No Glory, ohne ihren Charme vor lauter Professionalität auch nur ansatzweise einzubüßen. Ausfälle beim Songwriting gibt es ebenso wenig zu beklagen wie solche im Bereich der technischen Umsetzung. Burkes Wechsel vom Tieftöner an die Sechssaitige vollzog sich nahtlos und er liefert einen astreinen Job an seinem Arbeitsgerät ab, der dem seines direkten Vorgängers Wes Caley in nichts nachsteht. Natürlich hat auch Matt Harvey nichts verlernt und so liefern sich die beiden Saitenquäler ein wahnwitziges Duell nach dem anderen, was die mit Abstand geilsten Soli der Band bis dato hervorbringt. Die beiden anderen Neuzugänge fallen da vom Niveau nicht im Geringsten ab und so liefern die vier Kaputtnicks die rundeste Leistung der eh schon recht beachtlichen Bandgeschichte ab.

Die Produktion knallt mal wieder so richtig und klingt dennoch angenehm räudig, vor allem im Gitarrenbereich. Aber auch das Schlagzeug klingt angenehm unnachbearbeitet, keine Spur von getriggerten Drums. Matts Gekeife wird perfekt durch Buds Growls ergänzt, die noch ein wenig kräftiger rüber kommen als noch vor zwei Jahren. So vergehen die knapp 40 Minuten Spieldauer wie im Fluge, aber das abwechslungsreiche Material lädt geradezu dazu ein, das Scheibchen noch mal laufen zu lassen. Und nochmal. Und nochmal...

Matt Harvey konnte mit seiner neuen Belegschaft das Niveau des Vorgängers locker halten. Eine leichte (und von mir durchaus begrüßte) Weiterentwicklung ist zu verzeichnen, ohne dass die Gore Metaller ihre Wurzeln auch nur ansatzweise verraten. Necrocracy ist ganz großes Damentennis, so und nicht anders hat eine Kaufempfehlung zu klingen. Basta!

Hannes

6 von 6 Punkten

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