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Review

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Infinita Symphonia - Infinita Symphonia

Infinita Symphonia - Infinita Symphonia
Stil: Progressive Metal/Rock
VÖ: 18. Juni 2013
Zeit: 48:45
Label: Scarlet Records
Homepage: www.infinitasymphonia.com
MySpace: www.myspace.com/infinitasymphonia

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Die Italiener Infinita Symphonia haben ihr neuestes Werk Infinita Symphonia fertiggestellt. Bei dem Namen und der Herkunft verfällt man leicht der Annahme, dass einen bombastisch episches Italogemetale erwarten dürfte. Bombastisch und episch ist es nicht, aber das progressive Gewand kenne ich in ähnlichem Schnitt schon von Ashent, die bekanntlich auch den Stiefel bewohnen. Ein großer Unterschied besteht aber in der Konzentration auf die progressiven Elemente. Hier ist Infinita Symphonia sicherlich nicht so fixiert auf die ausgeklügelten Strukturen und komplexen Melodieführungen, auch wenn diese vorhanden sind, sondern sie bedienen sich gerne im Melodic- und Power-Bereich und nehmen auch Hard Rock-Elemente in ihre Kompositionen mit auf.

Die Band besteht seit ihrer Gründung 2008 aus Sänger Luca Micioni, Gitarrist Gianmarco Ricasoli, Alberto De Felice am Bass und Schlagzeuger Luca Ciccotti. Sie schrecken nicht davor zurück, sich Gäste ins Studio einzuladen und so waren beim Vorgänger A Mind's Chronicle Tim "Ripper" Owens und Fabio Lione im Studio. Dieses Mal haben sie sich für den Song "Fly" Michael Kiske ans Mikro geholt. Ich sehe zwar keine Notwendigkeit, da Luca eine ausgezeichnete Stimme hat, aber es schadet sicherlich nicht (gerade aus Sicht des Marketings), wenn man einen großen Namen zusätzlich aufs Cover bringen kann.

Wie bereits gesagt, mischt die Band stark progressive und melodische Power Metal-Parts und lässt Hard Rock-Parts als Stilmittel mit einfließen. Hard Rock zeigt sich dann auch direkt in den ersten Noten des Openers "If I Could Go Back", bis das Keyboard einsetzt. Danach übernimmt dann schon einmal die Metalfraktion und der Gesang rundet das Klangerlebnis gut ab. Die Melodieführung ist gelungen, das Doppeln im Gesang bei Bridge und Refrain passt sehr gut. Was nicht so ganz in das Konzept Hard Rock meets progressiven Power Metal passt, sind die Keyboardparts, da diese stellenweise sehr dominant sind und das Rock-Feeling unterbinden. Manchmal ist weniger mehr, gilt auch hier als Devise.

"The Last Breath", der zweite Song, bietet ebenfalls wieder die Stärken, die man vom ersten Song bereits kennt, beginnt zuerst etwas ruhiger, hat dann abwechselnde Tempi und es wird immer klarer, was die eigentlich Stärke der Band ist: Sehr gelungene Melodien mit einem richtig starken Sänger. Die Melodien und Riffs erzeugen einen großen Raum, in dem Luca dann die Thematiken der Scheibe durch seinen Gesang zum Ausdruck bringt. Es ist immer eine gewisse Melancholie, die mitschwingt, und genau diese Melancholie wird auch thematisch verarbeitet. Denn es ist die Einsamkeit und Leere, die sich in uns Menschen breitmacht, wenn wir nicht wissen, wie es weitergeht, wenn wir an einem Punkt angekommen sind, an dem unklar ist, welche Richtung eingeschlagen werden soll. Es ist aber nicht die Unfähigkeit der Entscheidungsfindung, sondern lediglich der Moment, an dem man die Leere in sich aufkommen fühlt, die als Konzept für diese Scheibe dient. Gerade Songs wie "Drowsiness" und "Waiting For A Day Of Happiness" zeigen, wie unterschiedlich dieses Grundthema aufgegriffen wird. Einerseits mit einer beinahe schon aggressiven Attitüde, einerseits mit Niedergeschlagenheit, die sich im Laufe des Songs verändert.

Dass Herr Kiske bei einem Song mitwirkt, ist mir auch beim 20. Mal Durchhören nicht aufgefallen. "Fly" erweist sich als langsam beginnende Mid-Tempo Nummer, bei der ich mich richtig schwer tue, Michael Kiske überhaupt herauszuhören. Er singt überwiegend nicht in seiner gewohnten Stimmlage und häufig auch im Duett mit Luca. Als sonderlich gelungen im Sinne des Wiedererkennungswertes war dieser Einsatz nicht. Dennoch dient der Einsatz von Herrn Kiske positiv der Dramatik des Songs.

Als Fazit lässt sich sagen, dass die Scheibe viele positiven Seiten hat: gelungene Melodien, einen sehr guten Sänger, eine interessante Thematik, eine gute Produktion. Weniger gelungen bzw. passend sind für mich an einigen Stellen die Keyboardpassagen, an mancher Stelle ist mir Scheibe etwas zu verspielt, wenn ich die Thematik einbeziehe und auch etwas mehr Power, dafür weniger Melodic würde mir gut gefallen. Insgesamt dennoch eine gelungene Scheibe, wenn man melodischen, progressiven Metal mag. Besonders schön ist, dass es keine negativen Ausreißer gibt. Dafür schließt die Scheibe mit einem Höhepunkt, denn bei "Limbo" werden nochmals alle Register gezogen und ein Song mit viel Abwechslung dem werten Hörer geboten.

Sophos

5 von 6 Punkten

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