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Nachtblut - Dogma

Nachtblut - Dogma
Stil: Gothic Metal
VÖ: 25. Mai 2012
Zeit: 50:37
Label: Napalm Records
Homepage: www.nachtblut.com
MySpace: www.myspace.com/nachtblutgefluester

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Es schien mir ein wenig ruhig geworden zu sein um den aufwändig inszenierten Gothic Metal, als vor gar nicht all zu langer Zeit ein Samplerbeitrag der Band Nachtblut von deren Debüt Antik meine Aufmerksamkeit erweckte. Da passt es nur zu gut, dass mir nun das Zweitwerk namens Dogma zur Rezension vorliegt, das die Szene - will ich meinen - ein wenig wiederbeleben könnte. Denn bei Nachtblut findet vieles, das sich bereits mehrfach bewährt hat, zusammen und erstrahlt in attraktiver Liaison: das teutonische Elektro-Riffing und manch Synthesizerarrangement erinnern an Rammstein und der vorwiegend kehlig-krächzende Gesang samt der deutschen, provokanten Texte lassen Vergleiche mit Eisregen zu. Schließlich wecken theatralische Keyboards und gelegentliche Ausflüge in schwarzmetallische Gefilde Erinnerungen an Cradle Of Filth.

Seien es tanzbare und gleichzeitig feierliche Stücke, wie "Der Weg Ist Das Ziel" und "Ich Trinke Blut", das wütende, in Sequenzen ein wenig an Cradles "Cruelty Brought Thee Orchids" erinnernde Stück "Mein Herz In Ihren Händen" oder das plakative "Macht" - sie alle schaffen es dank eingängiger Melodien und Refrains ohne lange Umwege direkt ins Langzeitgedächtnis. Schon bei alleiniger Betrachtung der ersten Albumhälfte erfüllt beinahe jeder Titel die Anforderungen an einen Club-Hit. Mein persönlicher Favorit dabei nennt sich "Rache", der (auch gesanglich) deutlich an Rammstein verweist und sich vor allem aus lyrischer Sicht sehr interessant gestaltet. Schließlich handelt es sich um eine Art Anti-Suizid-Lied, was man ja in diesem Genre auch nicht alle Tage zu hören bekommt.

Die zweite Albumhälfte ebbt dann leider etwas ab, bietet aber dennoch gute Songs. Wenngleich hier also, abschließend betrachtet, nicht gerade Pionierarbeit geleistet wird, so ist es am Ende die Mischung, die es macht. Ein dichter, organischer Sound und ein tolles Cover-Artwork machen Dogma zu einer rundum gelungenen Sache. Empfehlenswert für alle, die es gerne finster, romantisch, aber eben auch ein wenig deftig mögen.

Dagger

5 von 6 Punkten

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