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The Rotted - Ad Nauseam

The Rotted - Ad Nauseam
Stil: Death Metal
VÖ: 31. Oktober 2011
Zeit: 39:47
Label: Candlelight Records
Homepage: -
MySpace: www.myspace.com/therotted

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Gorerotted waren eine meiner Favoriten-Kapellen, was die ganz grob gestrickte Mucke betraf. Deswegen war ich auch nicht wirklich erfreut, als 2008 die Nachricht hereinflatterte, besagte Blut- und Eiterfetischisten hätten ihren Sound und ihr Line-Up dermaßen geändert, dass auch eine Namensänderung fällig geworden war. Und irgendwie ging das Schaffen der Quasi-Nachfolger bisher an mir vorbei, warum, kann ich auch nicht genau sagen.

Aber damit ist jetzt Schluss, denn derzeit rotiert eine der besten Scheiben in meinem Player, die zu hören ich die Ehre hatte und immer noch habe. Ja, wirklich, der Sound hat sich deutlich geändert, aber absolut nicht zum Schlechten hin. Da hatte der gute Fab schon recht, als er anno 2008 zum The Rotted-Debüt richtiggehend ins Schwelgen verfiel. Die Mannschaft um Goldkehlchen Ben McGrow haut einem auf Ad Nauseam eine punk- und hardcoregeschwängerte Death'n'Roll-Offenbarung um die Ohren, die sich gewaschen hat. Langeweile ist hier ein Fremdwort, denn die Jungs von der Insel beherrschen nicht nur den Hochgeschwindigkeits-Knüppel, auch groovende Stücke stehen ihnen ausgezeichnet zu Gesicht. Bis zum Erbrechen (so in etwa lässt sich der Alben-Titel übersetzen) wird hier ein mörderischer Drive in die Stücke gepackt, der den Hörer so schnell nicht loslässt. Selbst die etwas langsameren Tracks wissen durchweg zu fesseln, in diesem Fall halt nicht mit einem Geschwindigkeitsrausch, sondern mit einer eher düsteren, fast schon morbiden Atmosphäre. Und mit "Motörbastärds" wird sogar den mächtigen Motörhead (wer hätt's gedacht) ein Tribut gezollt, der mit Sicherheit auch von Lemmy selbst wohlwollend zu Kenntnis genommen werden würde.

Verpackt wurde diese fiese Mischung in ein angemessen ruppiges Soundgewand. Im positiven Sinn derb und schmutzig böllert das Liedgut durch den Äther, ohne aber deswegen irgendwie billig oder stümperhaft zu klingen. 40 Minuten sind genau die richtige Spieldauer, um Längen zu vermeiden und doch genug Material an den Mann zu bringen und das Cover ist immerhin vorhanden.

Ich muss sagen, dass ich überrascht bin. Aber sehr angenehm, denn die CD ist ein Kracher geworden. Roh, schmutzig, böse, aber auch sympathisch direkt und vor allem mitreißend, so hat extreme Musik eine wirklich überzeugende Halbwertszeit, Scheiben dieser Güteklasse kann man immer wieder hören, ohne das sich Abnutzungserscheinungen zeigen. Daumen hoch! Und ich muss mir gleich das 08er Werk zulegen...

Hannes

6 von 6 Punkten

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