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Opeth - Heritage

Opeth - Heritage
Stil: Progressive Rock
VÖ: 16. September 2011
Zeit: 57:05
Label: Roadrunner Records
Homepage: www.opeth.com
MySpace: www.myspace.com/opeth

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Drei Jahre sind vergangen seit Opeths letztem Studioalbum Watershed. Und in diesen drei Jahren hat sich einiges getan! So präsentieren uns Mastermind Mikael Akerfeldt und seine Mannen ein zehntes Album, das nicht wenige überraschen und manche vielleicht sogar verwirren wird.

Heritage beginnt mit seinem Titeltrack, der sich als ruhiges Pianostück erweist. Schließlich zeigt "The Devil's Orchard" die Schweden von ihrer progressiven Seite, lebt von seinen labyrinthischen Gitarrenarrangements, einer Atmosphäre, die an längst vergessenes Kino erinnert, und nicht zuletzt natürlich lebt der Song von Akerfeldts markanter, angenehmer und glasklarer Stimme. "I Feel The Dark" ist dann wieder eine sehr ruhige Nummer, die mit kurzen und unerwarteten Gefühlsausbrüchen den Hörer überfällt - viel Instrumentalarbeit, wenig Gesang. Und spätestens jetzt fragt sich vielleicht ein mancher, der die Zeitung noch nicht gelesen hat, wo wohl Akerfeldts markante Growls bleiben. Nun, die gibt es auf Heritage nicht! Und überhaupt sollte man nicht unbedingt ein Metal-Album erwarten, wenn man nicht enttäuscht werden möchte.

Schließlich überrascht "Slinther" mit seinen eingängigen, flott gespielten Melodien, ganz im Stil der 70er Jahre - eine Reminiszenz an Uriah Heep, Deep Purple, Iron Butterfly und all die anderen, die es gerne psychedelisch mochten. Nun weiß man wenigstens, was einen schon zuvor vertraut vorkam, aber nicht so recht herausbrechen wollte. Quasi als Gegengift zu diesem nostalgischen Rocksong will "Nepenthe" lange nicht in die Gänge kommen, präsentiert sich dann aber umso vertrackter und unzugänglicher. In diesem Sinne nimmt das Album seinen Lauf, zeichnet warme Klanglandschaften, erinnert gelegentlich an eine bis ins letzte Detail ausgetüftelte Jamsession, bleibt stets unberechenbar und erlebt den Höhepunkt seiner Absurdität im achtminütigen "Famine". Versöhnend wirken da die beiden letzten Nummern "Folklore" und schließlich der instrumentale Ausklang "Marrow Of The Earth", in denen die Akustikgitarre eine besondere Gewichtung erfährt.

Was der eingefleischte Opeth-Fan von diesem Wandel halten mag, bleibt abzuwarten. Heritage ist ein Album, für das man Muße ebenso benötigt, wie Geduld. Heritage ist ein Album, für das man die Hast des Alltags aussperren muss. Eine Garantie, hier auf seine Kosten zu kommen, wird man am Ende aber trotz aller Offenheit und Toleranz nicht bekommen können.

Dagger

4 von 6 Punkten

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