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Manilla Road - Playground Of The Damned LP

Manilla Road - Playground Of The Damned LP
Stil: Heavy Metal
VÖ: 12. August 2011
Zeit: 44:24
Label: High Roller Records
Homepage: www.truemetal.org/manillaroad
MySpace: www.myspace.com/manillaroadofficial

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Wir sind uns alle einig, dass Lemmy wohl als DIE lebende Legende des Heavy-Metal-Zirkus betitelt werden kann, wer sich jedoch im stählernen Untergrund heimisch fühlt, der dürfte zustimmen, Mark Shelton von Manilla Road eine ähnliche Auszeichnung zu verleihen. Denn wie der Chef-Motörhead hat er über die Jahrzehnte hinweg, beginnend 1977, stets an seinem ureigenen Sound festgehalten, hat sich nie verbiegen lassen und klingt und röhrt heute noch genauso wie damals - wenn auch dazu gesagt werden muss, dass das Urviech Shelton auf der Straße nach Manilla von 1990 bis 2001 eine Rast einlegte. Doch keine Frage: Stationen auf dem Weg wie Crystal Logic (1983), Open The Gates (1985) oder aus jüngerer Zeit Atlantis Rising (2001) haben Klassikerstatus inne und gehören in jedes Metal-Regal.
Dieses Jahr wird der Back-Katalog um ein weiteres Scheibchen erweitert, die 16. reguläre Studio-Platte: Playground Of The Damned nennt sich das Teil und kommt zunächst auf Highroller Records als LP im Gatefoldcover und mit eingelegtem Poster heraus, was deutlich zeigt, dass Shelton genau weiß, was seine Anhänger wollen: Metal, ursprünglich in allen Facetten.
Die Songs sind tief, gar tiefst in den Siebzigern verwurzelt und darüber hinaus wie so viele Manilla Road-Kompositionen um die Sagen der Wikinger herum gebastelt - ein Trademark, das Shelton schon für sich entdeckt hatte, als Amon Amarth noch am Schnuller nuckelten und alle Kirchen in Norwegen noch standen. Doch beginnt das Album mit dem über neun-Minuten-Stück "Jackhammer" ein wenig zäh. Getragene Vocals, variables Tempo in einer Over-All-Düster-Atmosphäre. Ja, und da wäre dann der Sound: klar der ist gehalten wie eben in den Siebzigern. Alle Instrumente lassen sich gut heraushören, jedoch wurde meiner Ansicht nach ein wenig zu trocken produziert, sodass der Gesamtklang bei aller Artgerechtheit ein wenig hölzern daher kommt. "Into The Maelstrom" wirkt danach, ganz an den Lyrics orientiert, noch bedrohlicher, dunkler gefärbt, aber auch heavier. Insgesamt erinnert die Songzusammenstellung an das 2008er Werk Voyager, wenn wir es bei Playground auch nicht mit einem echten Konzept-Album zu tun haben, denn beispielsweise das an Iron Butterfly oder King Crimson erinnernde Grindhouse wurde weniger von alten Mythen, sondern nach Sheltons Aussage von Tarantino/Rodriguez-Streifen wie "Death Proof" oder "Planet Terror" inspiriert. Auch "Fire Of Ashurbanipal", dem ein Led-Zep-meets-Sabbath-Touch kaum abzusprechen ist, fällt diesbezüglich aus der Reihe, basiert es doch auf der gleichnamigen Kurzgeschichte von Robert E. Howard, in der ein Indiana Jones ähnlicher Abenteurer sich auf die Suche nach eben jenem Feuer begibt. Als Höhepunkt der Scheibe würde ich den Schlusstrack "Art Of War" ausmachen, der, kompositorisch höchst anspruchsvoll in Szene gesetzt, alles vereint, was der Manilla Road-Fan liebt: mythisch angehauchte, fast folkige Strophen, die sich nach und nach über diverse exzellente Soli-Einlagen steigern, um sich schlussendlich in harte Riffs zu ergießen, die schlicht als Heavy Metal bezeichnet werden dürfen und Manilla Road einst zu dem machten, was sie heute sind: Inspirationsquell für alle nach ihnen kommenden Bandgenerationen.
Obwohl dann und wann ein bisschen Leerlauf auf Playground Of The Damned zu bemerken ist und die Platte einige Umdrehungen braucht, bis sie zur Entfaltung gelangt, wird sie wohl jeder Anhänger der Combo mögen. Solide, den Erwartungen gerecht werdend, teilweise gar brillant ("Art Of War") aber sicher auch kein Meilenstein (wie bspw. Crystal Logic) im Schaffen dieser einzigartigen Band.

Fuxx

4 von 6 Punkten

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