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Roger Miret & Disasters - Gotta Get Up Now

Roger Miret & Disasters - Gotta Get Up Now
Stil: Hardcore Punk
VÖ: 25. Januar 2011
Zeit: 31:36
Label: People Like You
Homepage: www.thedisasters.com

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Dass die Agnostic Front-/Madball-Legende Roger Miret als Mr. Hardcore himself bezeichnet werden kann, steht außerhalb jedes Zweifels. Weit über die Szene hinaus bürgt sein Name für personifizierte Streetcredibility, vertonten Zusammenhalt gegen das Establishment und vorgelebte F**k Off-Attitüde, stets vorgetragen auf einem hohen Aggressionslevel und durch und durch authentisch. Alle erwähnten Aspekte können auch für sein zweites Standbein Roger Miret and the Disasters geltend gemacht werden, die nunmehr mit ihrem vierten Output Gotta Get Up Now in den Startlöchern stehen. Miret lebt hier seinen Hang zum Hardcore Punk wesentlich beeinflusst von der frühen Oi!-Bewegung und solchen Acts wie den Vibrators, Sham 69, auch den Ramones und vor allem The Clash in vollen Zügen aus. Die dreizehn Nummern auf Gotta Get Up überschreiten dabei bis auf wenige Ausnahmen kaum mal die 2:30 Minuten-Grenze und laden im Uptempo durchweg zur feucht-fröhlichen Old School-Pogo-Party ein.
Obwohl Rhys Kill (Git.) uns allseits bekannte Riffs und Akkordfolgen um die Ohren knallt und nicht nur eine Gesangsmelodie sicher vorher schonmal irgendwo aufgeschnappt wurde, stellt sich in der knappen halben Stunde Spielzeit keine Sekunde Langeweile ein. Ganz im Gegenteil: der Gute Laune-Faktor bleibt konstant hoch und man ist versucht, bereits beim zweiten Hördurchlauf den einen oder anderen der zahlreichen Ohrwürmer lautstark mitzugrölen.
So zum Beispiel das Anfangsdoppel "Stand Up And Fight" (die Dropkick Murphys lassen nicht nur hier grüßen) und "The Enemy". So klischeehaft manchem die Texte begleitet von den typischen Gangshouts und Ooooh-Chören vorkommen mögen, so überzeugt-überzeugend werden sie von Miret mit seinem unverkennbaren, immer am Rande des Wahnsinns schrammenden Organ vorgetragen. Als Anspieltipps können die 1:26 Minuten "Faded", das derbe "Outcast Youth", der Singalong "Tonight's The Night" oder der fast The Clash in Reinform präsentierende Titelsong herhalten.
Wem die in den Lyrics vertretene Gesinnung der Anfangstage der Skinhead-Bewegung (die keinesfalls rassistisch veranlagt war), in der mehr Anarcho-Potential als bei so mancher erklärten "Rettet die Welt"-Punkformation zum Ausbruch gebracht wird, nicht sogleich sauer aufstößt, der wird mit Gotta Get Up Now eine Menge Spaß haben.

Fuxx

5 von 6 Punkten

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