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Loui Vetton - postreggaeprecore

Loui Vetton - postreggaeprecore
Stil: Ska Punk
VÖ: 12. Oktober 2010
Zeit: 50:53
Label: Abandon Records
Homepage: www.louivetton.de

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Toleranz ist etwas Wunderbares, habe ich mir zumindest sagen lassen. Und ich habe wirklich versucht, mich hier in Toleranz gegenüber ungewohnten Klängen zu üben. Alleine, der Versuch war nur teilweise erfolgreich, wohl, weil dazu auch noch einiges an Duldungsfähigkeit nötig gewesen wäre und diese anscheinend bei mir etwas zu kurz gekommen ist. Dabei fängt die Sache eigentlich sogar ganz brauchbar an...

Loui Vetton ist kein Einzelkünstler, sondern eine fünfköpfige Skapunk-Truppe aus Hamburg, die ihrem Sound durch stilistische Abstecher in die Regionen von Reggae, Funk, Jazz und Dub einen größeren Facettenreichtum zu verpassen versuchen; vom im Promozettel versprochenen Metal allerdings vermag ich nicht wirklich viele Spuren zu finden. Das funktioniert anfangs gar nicht mal so schlecht, denn der Opener "Welcome To The Show" ist ein recht unterhaltsames Stück, das durchweg gute Laune versprüht und mit leichter Hand gezockt wird. Aber genau dieser dauerhafte Gute-Laune-Ansatz und die damit verbundene Belanglosigkeit machen mir den Konsum dieses Produkts auf Dauer wenig schmackhaft. Schon Stück Nummer zwei plätschert eher an mir vorbei. Mit den nächsten beiden Tracks rettet sich das Album noch einigermaßen über die Zeit, aber danach sieht es arg düster aus mit meiner Geduld, so übermäßig unbeschwert kommt "You make Me Sing Along" bei mir an, so viele entspannende Substanzen kann ich meinem Körper gar nicht zumuten, um in diese Leichtigkeit abzutauchen. "We've Been To Hell" weist danach teilweise sogar so etwas wie Biss auf, aber danach geht gar nix mehr, Langweiler wie "Funk With A Capital F" oder "Jenna (Reprise)" wechseln sich mit nichtssagenden Belanglosigkeiten wie "Social Freakshow" und "Thank You" ab.

Die Leichtig- um nicht zu sagen Flüchtigkeit des Outputs wird durch die Produktion noch unterstrichen, locker-fluffig und massenkompatibel erklingt das Liedgut gar radiotauglich, klar und doch flüchtig, ohne Ecken oder Kanten, dafür einfach zu harmlos, um dauerhafte Wirkung zu zeigen. Instrumental geht das Ding dafür wieder in Ordnung, Stümper sind die fünf Herren sicher nicht. Dazu ein brauchbarer Umfang, nettes Cover und eine schicke Aufmachung und zumindest die Äußerlichkeiten wissen zu gefallen.

Nein, bei aller Liebe zur Entspannung: postreggaeprecore ist sogar für mich Beamten zu unspannend. Die Musik ist schon fast aufdringlich unaufdringlich und mir viel zu unaufgeregt. Dabei sind brauchbare Ansätze durchaus zu erkennen, aber diese werden immer wieder ganz schnell glattgebügelt. Nein, zu harmlos, zu leicht-locker, zu wenig fordernd, aber wenigstens recht schnell wieder aus dem Sinn.

Hannes

2 von 6 Punkten

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