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Destrage - The King Is Fat'n'Old

Destrage - The King Is Fat'n'Old
Stil: Alternative Melodic Death
VÖ: 04. Oktober 2010
Zeit: 49:41
Label: Coroner Records
Homepage: www.destrage.com

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2009 haben mich Destrage positiv überrascht, gefiel mir doch Urban Being unerwartet gut und das, obwohl es sich dabei um Modern Alternative Melodeath handelt, der auch noch aus Italien kam. Eigentlich keine Kombination, in die ich sehr hohe Erwartungen gesetzt hatte, aber da die CD meines Erachtens gar nicht schlecht geraten war, hegte ich natürlich für die Nachfolge-Scheibe keine geringen Erwartungen.

Leider ist es bei den Erwartungen geblieben, erfüllt haben sie sich nicht. Da, wo sich anno 09 die Hektik noch in erträglichen Bahnen bewegte, ist sie nunmehr viel zu unkontrolliert, um noch nachvollziehbar zu sein. Nervig, hysterisch, aufgekratzt, so beginnt der aktuelle Output, der übrigens wieder von Coroner Records vertrieben wird. Hier wird eindeutig zu viel in die Songs gepackt, weniger wäre deutlich mehr gewesen. Zwar finden sich auf The King Is Fat'n'Old auch recht passable Stücke wie "Twice The Price", aber diese sind definitiv in der Minderzahl. Entwicklung ist schön und gut, aber Destrage schießen 2010 deutlich über das Ziel hinaus, was letztes Jahr noch originell war und Wiedererkennungswert hatte, ist jetzt zu einem gekünstelt wirkenden Werk geworden, bei dem sich der Autor dieser Zeilen des Eindrucks nicht erwehren kann, dass sich die Italiener über das gesunde Maß hinaus als hyperoriginell profilieren wollen.

Technisch dagegen gibt es auch auf The King Is Fat'n'Old nichts zu mäkeln, noch immer beherrschen die fünf Milanesen ihr Instrumentarium hörbar. Auch die Abmischung der CD ist sehr fein geworden, der Rundling knallt richtiggehend, entwickelt Druck und ist dennoch nicht erschlagend. Die Snare klingt zwar ein wenig "plöngelig", aber das ist wirklich kein großer Kritikpunkt. Auch der Umfang des Tonträgers weiß zu gefallen, aber das hilft leider nicht zu einer guten Note, wenn ein nicht unbeträchtlicher Teil davon schlichtweg grausig ist.

Die Scheibe hat ein paar recht brauchbare Momente und kann dadurch den völligen Verriss vermeiden, aber gut wird sie dadurch noch lange nicht. Zu viele Ausfälle haben sich darauf versammelt, um zu mehr als zwei, mit jeweils zwei zugedrückten Augen und Ohren gerade noch drei Punkten zu führen. Sorry, das ist ein signifikanter qualitativer Rückschritt, diese Art Entwicklung brauche ich wirklich nicht.

Hannes

3 von 6 Punkten

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