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The Seed - From Nowhere To No One

The Seed - From Nowhere To No One
Stil: Thrash Metal
VÖ: 2010
Zeit: 53:57
Label: Eigenproduktion
Homepage: www.theseedmetal.com
MySpace: www.myspace.com/theseedmusica

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Thrash Metal aus Spanien? Da muss ich schon verdammt lange überlegen und komme doch auf keinen einzigen Bandnamen. Auch ein Blick auf BNR Metal oder metal-archives fördert nicht wirklich bekannte Namen zutage, so dass man bei The Seed von wahrhaften Exoten sprechen kann.

Gegründet wurde die Band 2006 und hat mit From Nowhere To No One nach dem 07er Demo Demonsterations nun das erste Full Length-Album am Start, welches in Eigenregie veröffentlicht wurde. Geboten wird auf gut 50 Minuten groovender Thrash Metal alter Schule, manchmal scheint Metallica durch, dann wieder vermeint man Slayer-Einflüsse oder jene von Sepultura zu erkennen. Klassische Zutaten also, aber irgendwie keine sonderlich originellen. Nun, muss ja auch nicht sein, wenn's handwerklich und vom Songwriting her passt. Tut es aber nur teilweise.

Instrumental geht die Sache sogar noch einigermaßen in Ordnung. Da sind solide Musiker am Start, die durchaus mit ihrem jeweiligen Arbeitsgerät umzugehen wissen. Problematisch wird es eher sangestechnisch, denn Sänger Kokos Stimme wirkt schon nach kurzer Zeit ziemlich eindimensional. Zwar versucht er zwischen Thrash-Gebell und Growls zu variieren, großartige Unterschiede kann er dabei aber nicht an den Tag legen. Auch die hin und wieder eingestreuten Klargesänge sind nicht dazu geeignet, den Rezensenten milde zu stimmen, was den Vocal-Sektor betrifft.

Auch beim Songwriting kann man starke Qualitätsschwankungen erkennen. Kann das anfangs stark an Hetfields Truppe erinnernde "The Yellow Path" als durchaus gelungen bezeichnet werden, herrscht auf Tracks wie dem überlangen "No Remorse" ziemliche Langweile. Insgesamt klingen die Stücke zu einförmig, um sich länger in der Großhirnrinde festzusetzen, was aber wohl auch dem ewig gleichen Gesang geschuldet ist.

Klanglich merkt man, dass es sich bei dem Output um eine Eigenproduktion handelt, etwas mehr Pfeffer und vor allem mehr Leben hätte dem Material sicherlich gut getan. Rau und direkt in allen Ehren, aber ein wenig Dynamik ist gerade im Metal-Bereich nie verkehrt.

Grottenschlecht wäre mit Sicherheit der falsche Ausdruck, wenn es um eine Abschlussbewertung der Scheibe geht, aber so völlig unspektakulär, wie sich der Tonträger gibt, bleibt einfach überhaupt nichts im Gedächtnis hängen. Da gibt es gerade im Old School-Sektor Empfehlenswerteres.

0 KommentareHannes

2 von 6 Punkten

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