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Interview

Interview mit Tarabas (24.02.2010)

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Knapp drei Jahre nach ihrem Debüt Aus Alter Zeit veröffentlichen die Magdeburger Tarabas nun via Trollzorn Records ihr Zweitwerk. Das Neue Land, so der Name des Silberlings, zeigt die Band gereift, um einiges vielseitiger in punkto Songwriting und dürfte Freunde von melodischem Death und Pagan Metal gleichermaßen begeistern. Sänger/Gitarrist Karl-Ludwig Stephan, kurz Ludo, sprach mit heavyhardes über Entstehung und Hintergründe des neuen Werks.

HH: Ein fröhliches Hallo aus dem Süden der Republik! Euer neues Album ist im Kasten, wie man so schön sagt - wie fühlt man sich, wenn man satte 75 Minuten endlich auf Polycarbonat gebannt hat?

Ludo: Sehr erleichtert! Der Zeitdruck bei so einem Projekt ist natürlich extrem und so kam mir im Studio öfters der Gedanke, dass wir das vorgenommene Ziel nicht erreichen und wir uns mit zwölf Liedern und 75 Minuten Spielzeit überschätzt haben. Glücklicherweise wurde alles wie geplant fertig gestellt, was auf unsere intensive Vorbereitung zurückzuführen ist. Jetzt heißt es: "zurücklehnen und Bier trinken!".

HH: Seit euerem Debüt Aus Alter Zeit sind mal eben knapp drei Jahre verstrichen. Was hat sich in dieser Zeit innerhalb der Band alles ereignet, mal abgesehen vom Songwriting für das Zweitwerk?

Ludo: In der Band gab es Januar 2009 einen Besetzungswechsel und zwar wurde unser alter Bassist durch Azalon ersetzt. Das eröffnete uns völlig neue Möglichkeiten, da der gute Herr Azalon nicht nur Bass spielen kann, sondern auch einen hervorragenden Klar-Gesang und ausgezeichnete kompositorische Fähigkeiten besitzt.

HH: Wo habt ihr Das Neue Land aufgenommen und wie lange wart ihr im Studio beschäftigt?

Ludo: Wir waren Anfang September 2009 16 Tage im Metalsound-Studio in Osterode. Trotz Zeitdruck und harter Arbeit war es einfache eine geile Zeit mit Bier, Metal und ähm ja die Frauen haben leider gefehlt he he!

HH: Da hattet ihr vermutlich gar nicht viel Zeit, im Studio noch großartig an den Liedern zu basteln und zu feilen, nehme ich an...

Ludo: Die Songs waren so weit fertig. Allerdings wurden diverse Feinheiten im Studio geändert bzw. hinzugefügt oder weggelassen.

HH: Gibt es in euerer Reihe so etwas wie ein kreatives Haupt oder haben alle Musiker gleichermaßen Anteil am Komponieren?

Ludo: Komponieren tut bei uns wirklich jeder. Der eine mehr der andere weniger. Eine Besonderheit dabei ist, dass wir nicht zusammen, sondern jeder einzeln ein komplettes Lied mit Text fertig schreibt, welches dann der Band vorgestellt wird.
HH: Wo liegt denn eigentlich euer neues Land? Haben euere Texte historische Hintergründe oder handelt es sich um fiktive Geschichten?

Ludo: Größtenteils bestehen unsere Texte aus fiktiven Geschichten, die allerdings Parallelen zur Wirklichkeit aufweisen. Genauso ist es auch mit dem neuen Land. Es symbolisiert eine Ideologie der perfekten Welt bzw. eine Wunschvorstellung die tief in der Seele ruht. "Das Neue Land (Teil 1)" beschreibt dabei den Weg und die Vorstellung selbst, während in dem Song "Das Neue Land (Teil 2)" Bezug auf unsere Heimat genommen wird. Es sind somit zwei interpretations-freudige Texte!

HH: Besitzt das Album so etwas wie ein durchgehendes Konzept oder einen roten Faden, der die Lieder verknüpft?

Ludo: Definitiv! Das Album ist quasi als Doppel-Album aufgebaut. Der erste Teil des Albums beginnt mit "Das Neue Land (Teil 1)" und endet mit dem Instrumentalstück "Intermezzo". Das Instrumentalstück kann als Übergang vom ersten zum zweiten Teil der CD angesehen werden. Der zweite Teil des Albums beginnt dann logischerweise mit "Das Neue Land (Teil 2)".Verknüpfungen zwischen den Liedern sind vor allem in den Texten zu finden wie z.B. bei "Weiße Pferde" und "Hinter Den Toren". Wenn sich jemand mit diesem Album intensiv auseinandersetzt, wird er so einige interessante Entdeckungen machen.
HH: Du darfst nun mal in die Rolle eines Rezensenten schlüpfen - in welche Schublade steckst du euere Songs?

Ludo: Eine Schublade ist viel zu klein um zwölf Songs mit 75 Minuten Spielzeit hineinzupacken.

HH: Geschickt ausgewichen. Hast du selbst einen Favoriten auf dem Album, ein Stück, auf das ihr alle besonders stolz seit?

Ludo: Ich find alle Lieder hammergeil! Einen Favoriten zu nennen ist nicht möglich.

HH: Dann picke ich mir mal einen Song heraus. Worum geht es in "2012" - doch hoffentlich nicht um die Ankündigung der Apokalypse? Ist ja schließlich schon nächstes Jahr und ich habe noch so einiges vor...

Ludo: Der Text bezieht sich schon auf das Thema, allerdings weitaus intensiver als diverse Action-Filme. So kommt es, dass in dem Text nicht von dem Weltuntergang die Rede ist, sondern von einer Bewusstseinserweiterung des Geistes. 2012 wird ein Zeitenumbruch prophezeit und dieser kann sich auf ganz unterschiedliche Weise äußern. Ich will nicht zu viel verraten, also lest den Text und das am besten zehn mal he he!

HH: Kennt ihr das aktuelle Album von Amon Amarth - Twilight Of The Thundergod?

Ludo: War mir bis jetzt nicht bekannt. Ist das Album gut?

HH: Sicher ist das gut. Ich frage so blöd, weil sich die einführenden Riffs von euerem "2012" und Amon Amarths "Embrace Of The Endless Oceans" so dermaßen gleichen, dass das ja schon fast kein Zufall mehr sein kann ...

Ludo: Leider muss ich jetzt jeden enttäuschen, der hier einen Plagiatsskandal vermutet. Ich habe mir das Lied im Rahmen des Interviews angehört und die Ähnlichkeit ist nicht zu bestreiten, allerdings liegt die Entstehung des Riffs, welches ursprünglich für ein anderes Lied gedacht war, vier bis fünf Jahre zurück. Inspiriert wurde das Riff wenn denn durch den Tapping-Teil in dem Song "Death In Fire", da ich das Versus The World-Album zu dieser Zeit häufig hörte. Aber hey, ist es so unwahrscheinlich, dass zwei Musiker ähnlichen Genres unabhängig von einander ähnliche Ideen haben? Ich denke nicht! Und jeder der ein Instrument spielt und die Struktur beider Riffs kennt, wird mir Recht geben!

HH: Und um ein Statement zum Coverartwork der neuen Scheibe kommst du nun auch nicht herum... das sieht ja fast ein wenig aus, wie ein Fleisch gewordenes Manowar-Motiv. Ein Tribut an den teutonischen Metal der 80er?

Ludo: Direkt darauf angelegt haben wir es nicht. Der Kutte hatte damals unsere gesammelten Ideen professionell umgesetzt und das war das Ergebnis. Da wir alle aber dem 80er Metal keines Wegs abgeneigt sind, ist eine solche Assoziation natürlich immer willkommen.

HH: Wie steht's im Hause Tarabas mit der Live-Präsenz? Ein Opus wie Das Neue Land muss doch schließlich auf die Bühne gebracht werden...

Ludo: Ja, da hast du Recht! Wir werden auch öfters live vertreten sein und das neue Songmaterial zum Besten geben. Nur haben wir auch alle berufliche, sowie studentische Verpflichtungen, die eine Tour und unzählige Auftritte momentan unmöglich machen.

HH: Gibt es irgendetwas, wovon du sagst, das möchtest du in deiner Laufbahn als Musiker mit der Band noch erreichen? Irgendein besonderes Ziel, so wie Samstagabend als Headliner auf der Black Stage des Wacken Open Air zu spielen oder mit Lemmy Kilmister ein Fass Jack Daniels zu vernichten?

Ludo: Ich hab ein eigenes Fass, da brauch ich Lemmy nicht, und eine Black Stage hab ich mir gestern aus Pappe im Maßstab 1:666 nachgebaut. Nein he he! Wir haben natürlich Ziele, wie es jede andere Band auch hat. Für uns ist die Hauptsache eine treue und große Fangemeinde aufzubauen, die uns unterstützt. Bühnen und Festivals, auf denen wir zukünftig spielen, sollten an Größe zunehmen und kommende Tarabas-Alben sollten würdige Nachfolger zu dem jetzigen werden.

HH: Na, das sind doch ein paar realistische Visionen. Wir kommen langsam zum Ende. Jeder Musiker ist auch Fan und Konsument. Wie lauten diene Top-3 Alben des letzten Jahres?

Ludo: Also ich persönlich höre Hardrock und Metal der 80er und da ist im letzten Jahre nichts Nennenswertes erschienen. Für den Rest der Band kann ich schlecht sprechen.

HH: Alles klar. Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast. Ich drücke die Daumen für die Zukunft und überlasse dir die letzten Worte an unsere Leser.

Ludo: Hallo!

Dagger

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