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Goat The Head - Doppelgangers

Goat The Head - Doppelgangers
Stil: Death Metal
VÖ: 13. September 2010
Zeit: 33:52
Label: Aftermath Music
Homepage: www.goat.as

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Die Höhlenmenschen sind zurück! Gemeint ist damit aber nicht Ötzis bucklige Verwandtschaft, sondern die Herren von Goat The Head. Auf ihrem neuen Longplayer Doppelgangers kredenzen sie dem geneigten Hörer wieder ihr ureigenes Rezept für steinzeitlich eingefärbten Death Metal.

Selbst bezeichnet die Band ihre Musik als "Contemporary Primal Caveman Death Metal", was man grob als "zeitgenössisches Urzeithöhlenbewohner-Todesblei" übersetzen kann und liegt damit in der groben stilistischen Einordnung gar nicht mal so falsch. Wie auch immer sie es schaffen, die Mucke klingt tatsächlich irgendwie urzeitlich, allerdings im Vergleich zum direkten Vorgängeralbum keineswegs mehr so primitiv wie noch 2007. In den vergangenen drei Jahren hat die Kapelle beim Songwriting eine ganze Schippe draufgelegt, die Songs wirken schlüssiger, eingängiger und auch erinnerungswürdiger als noch auf Simian Supremacy. Und trotz dieser Verbesserungen trägt jedes Stück die deutliche Handschrift der Band, seine Wurzeln hat das Quartett also nicht verraten. So etwas nennt der Darwinist dann wohl Evolution. Auch ist das musikalische Spektrum der Norweger breiter geworden, man nehme nur mal "This Tube Is The Gospel", welches durch den wirklich gelungenen Einsatz einer souligen weiblichen Gesangsstimme aus dem Rahmen der CD fällt oder auch das durchgehend stakkato-artige "Salt", dessen Rhythmus einen so schnell nicht wieder los lässt.

Technisch hat sich nicht viel verändert bei den vier Herren, noch immer zocken sie in der gehobenen Mittelklasse. Nur Sänger Per SpjÝtvold hat sich ein bisschen weiterentwickelt, klingt er doch nicht mehr ganz so prollig, sondern dem Thema der Scheiblette angemessen primitiv. Klanglich ist der Tonträger ruppig genug abgemischt, um einen leicht urzeitlichen Eindruck zu erwecken, kann aber genug Druck entwickeln, um auch dem "normalen" Death Metal-Liebhaber anzusprechen, sofern es diesen überhaupt gibt. Leider hat der Umfang der Veröffentlichung sich nicht in dem Maße entwickelt, wie es wünschenswert gewesen wäre, etwas über 30 Minuten sind da schon recht dürftig.

Die Entwicklungsstufe des Australopithecus haben die vier Herren deutlich hinter sich gelassen, vom Songwriting her auch die des Homo Habilis und befindet sich nun etwa auf dem Niveau des Homo Erectus. Zwei Entwicklungsstufen also, die locker einen Punkt Wertungsaufbesserung rechtfertigen. Vielleicht wären sogar derer zwei drin gewesen, wenn denn der Umfang gestimmt hätte, so bleibt es halt bei vier Punkten mit Tendenz zu mehr.

Hannes

4 von 6 Punkten

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