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Interview

Interview mit 286 (08.11.2007)

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Wie uns die Los Angeles-Rocker 286 mitteilten, ziert seit Kurzem ein neuer Drummer ihre Reihen. Grund genug, den Jungs mal wieder ein paar Fragen über den großen Teich zu schippern.

HH: Was war das wichtigste Ereignis für euch in diesem Jahr?

Martin: Key Club im Juli als Opener für Metal Skool. Klasse Publikum, auch wenn das nicht unser erster Auftritt dort war - es ist immer ein Vergnügen, in solchem einem großartigen Club zu spielen.

Adam: Für mich war es der Einstieg von Eric Andrews. Das war für uns wirklich der Beginn einer neuen Ära, mit einigen badass neuen Songs, Einstellung und genau der Haltung, die wir zu diesem Zeitpunkt brauchten. Wir sind immer noch die gleichen 286, um das klarzumachen, nur eine bessere Version davon. Wir hatten einige großartige Auftritte in diesem Jahr; aber der Einstieg von Eric ist das wichtigste für mich.

HH: Was sind eure Ziele für dieses Jahr?

Martin: Wir haben ein paar große Gigs vor dem Jahresende, um Eric wirklich in die Band zu integrieren. Und wir haben das Songwriting für unser zweites Album begonnen, das 2008 erscheinen wird.

HH: Was ist die beste Metal-Platte des Jahres 2007?

Martin: Gab's 2007 neue Metal-Platten??? Mein Favorit ist Iron Maidens Powerslave - aber warte mal, die kam doch 1985 raus, oder? Nun, wenn sie diese Scheibe 2007 veröffentlichen würden, wäre das mein Favorit.

Adam: Ich mag die neue Down-Scheibe, ich denke die ist ziemlich badass. Phil hat ein viel größeres gesangliches Spektrum als viele Leute glauben, und er weiß, wann er welchen Aspekt einsetzt. Das Album kam aus dem Hinterwald von Louisiana, das ist großartig. Alles was man bislang aus New Orleans bekam war Besäufnis, Voodoo-Puppen und eine Mordshitze, weil es dort so verdammt schwül ist. Ich würde gerne mit den Typen auf Tour gehen, das wäre eine gute Kombination.

HH: Eric, du bist der neue Drummer in der Band. Ein paar Fragen zu diesem Punkt. Warum brauchte die Band überhaupt einen neuen Drummer?

Eric: Nun, wie in jeder Beziehung war es für 286 einfach Zeit, sich musikalisch und beruflich einen Schritt weiterzuentwickeln. Die Band und Pete hatten einfach andere Ziele. Es war die richtige Entscheidung für alle Beteiligen.

HH: Wie haben dich die Jungs gefunden?

Eric: Ich kenne Adam und Jungs seit ich meine erste Band in LA hatte, das war 2004. Ich war 2001 von New York dorthin umgezogen und dachte (wie immer), dass ich die Schnauze von Musik voll hatte und eine "kluge" berufliche Karriere einschlagen wollte. Wie das ausgeht, wissen wir ja alle... in einer neuen Band! Die Jungs probten im Raum 286, gerade gegenüber, wir waren im Raum 285.
Wir machten oft gemeinsam Pause und unterstützten uns bald gegenseitig, und wurden dabei auch Kumpels. Als Pete die Band verließ, hatte sich meine ursprüngliche Band, The Royal Fever, seit einigen Monaten aufgelöst. Ich wusste, dass es nur eine Frage der Zeit war, bis sie mich in ihren Wirbelsturm aus Rock aufgesaugt haben würden. Das Beste an unserer Zusammenarbeit ist, dass wir uns vertrauen. Wir waren alle in einer Million Bands und wissen, wie wichtig ein harter Kern innerhalb der Band ist, um überhaupt vorwärts zu kommen. Wir sind alle Macher, anstelle nur herumzusitzen und zu reden, wie wir vorankommen könnten. Die Musik ist wie die Band selbst: absolut echt, keinerlei Blödsinn, auf den Punkt.
HH: Wie sieht dein musikalischer Hintergrund aus? Wer sind deine Helden?

Eric: Ich bin ein Metalhead. Ganz einfach. Klar mag ich viele unterschiedliche Sachen, aber alle diese "Sachen" sind vom Metal oder Rock abgeleitet. Ich werde durch diese Welt inspiriert, und obwohl ich alle Arten von Musik schätze, wäre es lächerlich zu sagen dass ich von Countrymusik beeinflusst werde. Vielleicht wäre ein größerer Horizont besser für mich als Musiker, aber ich weiß, was ich mag und spielen möchte, so ist das eben. Du wirst keine Jazz-Einflüsse in meinem Drumming hören! Ein paar von meinen Lieblingsdrummern sind Tommy Lee, Nick Menza, Lars Ulrich, Dave Grohl, John Stanier, Gene Trautmann, Charlie Benante, Matt Sorum und der gigantische Morgan Rose. Ich versuche, von all diesen Jungs das eine oder andere zu übernehmen, von der Technik bis hin zur Bühnenshow, und das in mein Spiel einzubauen. Ob das wirklich Helden sind, wer weiß? Sie sind vielleicht völlig bescheuert als Mensch, aber als Drummer sind sie alle der Hammer!

HH: Wie passt du zur Band?

Eric: Die Jungs wollten mich in der Sekunde, als Pete ging, definitiv in der Band haben. Sie mussten mich überzeugen, dass ich gut zu ihnen passe, und das ist gar nicht so einfach für einen bescheidenen Typen wie mich, der sich zu 100 Prozent für seine vorherige Band eingesetzt hat, nur um zu sehen, wie man diese Band auf den gnadenlosen Straßen von Los Angeles mehr oder weniger sterben lässt. Das war gerade ein sehr tief schürfender Satz, was? Pete spielte nach Noten und war immer sehr geschäftig, was ok ist, aber die Jungs fahren wirklich auf meinen eher einfachen Ansatz ab. Ich habe ihnen gesagt, dass ich einige von Petes Sachen nicht spielen kann, aber genau das wollten sie ja auch nicht. Sie wollten nicht nur einen Typen, der sich auf das Wesentliche im Drumming konzentriert, sondern auch jemand, der auch über das Drumming hinaus Dinge geregelt bekommt. Ich weiß, dass ich ein wertvolles Bandmitglied bin, wenn es um die Musik geht, aber auch wenn es darauf ankommt, dass die Band geschäftlich vorankommt. 2007 sind die Vorgänge neben der Bühne wichtiger denn je. Traurig aber wahr, dass die besten Musiker, Songwriter und Leute generell nicht immer im Musikbusiness auch Karriere machen. Ich werde einfach meinen Teil dazu beitragen, dass 286 dorthin kommen, wo wir sein müssen und es auch verdienen zu sein. Wir sind alle gute Musiker und wissen, wie man dorthin kommt. Eine beeindruckende Aufgabe, aber wir sind alle dabei. Ich möchte 286 auch ansprechender als je zuvor für Metalfans machen. Es gibt derzeit einige sehr gute Bands da draußen, die die Verbindung zwischen wahrem Hard Rock und Metal herstellen, und wir denken wir können eine dieser Bands sein.

HH: Kommt eure Karriere derzeit so voran, wie ihr euch das vorstellt?

Adam: Ich denke schon, wir sind geduldig, und es gibt ein paar Dinge die wir erst noch regeln müssen. Ich wäre jetzt lieber auf Tour, aber du musst halt nun mal einen Schritt nach dem anderen machen, und ich weiß, dass wir erst noch ein paar andere Sachen erledigen müssen, bevor er so weit ist.

HH: Mehr oder weniger jeder Müll wird veröffentlicht, während wirklich gute Bands so wie ihr immer noch bei keinem Label unter Vertrag stehen. Wie erklärt ihr euch das, und macht euch das wütend?

Adam: Danke, freut mich dass ihr uns zum besseren Teil des Angebots zählt! Nun, sicher könnte ich dasitzen und mich über das Business ärgern, und manchmal tue ich das auch, aber nicht ständig. Hard Rock- und Metal-Fans sind die besten der Welt, und das Business kann einfach nicht die weltweite Loyalität für die Musik zerstören, die wir alle lieben und spielen. Ich höre mir manchmal diese Emo-Müll an und bin völlig platt, dass einige davon wirklich den Nerv haben, sich als Rock zu bezeichnen - das ist beleidigend, das sind doch nur Bubis mit Gitarren und weinerlichen, weibischen Sängern. Wir werden bei einem Label unterschreiben, wenn die Bedingungen stimmen, und wenn nicht, dann eben nicht - über diese Seite der Dinge mache ich mir nicht zu viele Gedanken.

Martin: Ich persönlich ärgere mich nicht, es geht einfach nur darum, zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein, und diese Kombination hat sich für uns bislang eben noch nicht ergeben. Wir hatten schon Angebote, aber nichts was sich wirklich gelohnt hätte. Ich freue mich sehr über unser neues Lineup und über das neue Album, an dem wir schon arbeiten.

HH: Internet-Downloads - Bedrohung oder Chance für eine Band wie 286?

Adam: Ich kann hier beide Seiten sehen. Das Internet hat uns die Chance gegeben, unsere Musik weltweit zu verbreiten, ohne Plattenfirma und Marketingabteilung. Selbst wenn du das Internet für eine Bedrohung hältst, wird es ja nicht einfach verschwinden, also muss sich die Musikindustrie eben anpassen. Wir begrüßen es und nutzen es so gut wir können.

Martin: Ein Messer kann dein Brot schneiden oder jemand töten. Es kommt immer darauf an, was man daraus macht.

HH: Wenn ihr morgen Präsident Bush treffen würdet, was würdet ihr ihm zu sagen haben?

Adam: Verdammt, klar kenne ich ihn nicht persönlich, aber er ist eindeutig der Chef der schlechtesten US-Regierung aller Zeiten. Leute aus dem Ausland halten uns wegen diesem Typen und seiner Außenpolitik für eine Horde von Idioten. Er ist nicht mein Präsident, ich habe ihn nicht gewählt, eigentlich hat ja die Mehrheit in den USA nicht für ihn gestimmt, aber trotzdem haben wir es irgendwie hingekriegt, einen Volldeppen zum Präsident zu machen.

HH: Zum guter Letzt noch irgend etwas, was ihr unseren Lesern auf den Weg geben wollt?

Martin: Das ist zwar schon Meladen Mal gesagt worden, aber es ist einfach wahr: ohne die Fans keine Band, also DANKE!

Adam: Da Rocky Balboa den Kalten Krieg eigenhändig beendet hat, indem er Ivan Drago in der Sowietunion eins auf die Mütze haute, sollten wir Rocky wieder aus der Rente holen (HH: aber der ist doch erst zurückgekehrt?), um den Krieg gegen den Terrorismus mit einem allseits abgesegneten Boxkampf zu beenden. Für mich wäre das deutlich logischer als die Art und Weise, in der wir das im Moment versuchen.

Holgi

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