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Odroerir - Götterlieder II

Odroerir - Götterlieder II
Stil: Pagan Metal
VÖ: 28. Mai 2010
Zeit: 62:57
Label: Einheit Produktionen
Homepage: www.odroerir-fix.de
MySpace: www.myspace.com/odroerir

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Odroerir aus Thüringen arbeiten ganz nach der Devise: Gut Ding will Weile haben. Anders ist es nicht zu erklären, dass seit dem letzten Album Götterlieder schon wieder fünf Jahre ins Land gezogen sind. Zudem stellt der zweite Teil der musikalischen Vertonung der Edda erst das dritte vollständige Album dar. Und das in guten zwölf Jahren Bandgeschichte.
Im Gegensatz zum ersten Teil der Götterlieder sind die Songs auf dem zweiten Teil etwas ruhiger, epischer und ja, ich würde fast sagen andächtiger ausgefallen. Der Opener "Heimdall" besticht durch einen ruhigen Beginn, nimmt dann jedoch Song Fahrt auf, bangkompatibles Midtempo ist hier angesagt. Nach dem ruhigen, rein akustisch gehaltenen "Bifröst" kommen bei "Des Thors Hammer Heimholung" wieder die elektrisch verstärkten Instrumente zum Einsatz. Auch wenn knackige Riffs aufgefahren werden, so zerstören diese die doch filigrane Songstruktur nicht sondern halten sich eher im Hintergrund auf. Dass die Kompositionen auch über längere Strecken gänzlich akustisch funktionieren, zeigt "Idunas Äpfel", der sich über mehr als acht Minuten erstreckt. Über weite Strecken sehr ruhig gehalten, gewinnt der Song durch den kräftigeren Gesang gegen Ende hin an Intensität. "Skadis Rache" ist wieder ein etwas aggressiverer Song, bei dem sich die Violine ein Duell mit der E-Gitarre liefert, ehe "Der Riesenbaumeister" wieder ruhigere Töne anschlägt. Der Höhepunkt und auch zugleich Abschluss ist das 19-minütige "Allvater", bei dem Odroerir noch einmal über die gesamte Spielzeit aus dem Vollen schöpfen können. Hier wird noch einmal alles aufgefahren, was Götterlieder II zu bieten hat: knackige Riffs, treibende Songstrukturen, ruhige, andächtige Passagen, wunderschöne Melodien und das alles garniert mit einer ordentlichen Portion Epos.
Ein gutes Stück epischer Pagan/Folk-Metal, bei dem es einiges zu entdecken gilt.

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5 von 6 Punkten

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