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Sorgeldom - Inner Receivings

Sorgeldom - Inner Receivings
Stil: Black Metal, Experimental
VÖ: 22. April 2010
Zeit: 59:34
Label: Nordvis Produktion
Homepage: -

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Als Acoustic-Project wurde Sorgeldom einst von JoDöden (Git., Bass) ins Leben gerufen. Heute werden die Schweden allgemein als Black Metaller geführt. Dieses sollte aber keinesfalls darüber hinweg täuschen, dass wir es hier mit einer Combo zu tun haben, die a) exzellente Musiker in sich vereint (neben JoDöden Dr. Sunden, Voc.; J. Marklund, Drums, Clean Voc., Keys) und die b) von den Beteiligten zu einem Act geformt wurde, der kaum in den Grenzen des Schwarz Metalls zu fesseln ist. Experimentierfreudigkeit wird hier, d.h. auf dem Zweitlingswerk Inner Receivings, groß geschrieben und so nehmen Sorgeldom den Hörer mit auf einen recht interessanten, düsteren Trip.
Dieser beginnt mit "I Kloaken Lättar" noch recht klassisch schwarz (Anleihen bei Dissection sind nicht zu übersehen, Dr. Sundens Stimme erweist sich jedoch weitaus kehliger und rauer als dazumal die Nödtveidts), wobei schon im Anfangsstück diverse Tempiwechsel, überraschende dissonante Soli und ein rein akustisch gehaltener Schlussteil den Song lebendig gestalten. Auch "The Cold Empty Void" beginnt ruhig mit leicht angezerrtem Gezupfe, um im Fortgang mit höchst innovativen Riffs und immer wieder neuen Rhythmen aufzuwarten - aber: das Ganze bleibt (noch) recht eingängig. Weiter geht's mit dem sphärischen (aber ein wenig zu langen) Zwischenspiel "Vintern Var Härd" (Floyd mit Corpse Paint), das überleitet ins sehr schräge "Därkska Pens Karneval", in dem zunächst ein mittleres Tempo angeschlagen, bevor teilweise geblastet wird. Sehr, sehr vertrackt, so dass einer schnell den Überblick über den Song verliert.
"Summer Day" dagegen erweist sich eher als gemächliche Death Rock-Nummer, in der der Electro-Anteil überwiegt und cleaner Chor-Gesang dominiert. Danach wird im Titellied (schön kontrastiv) wieder ordentlich los gebolzt. Rasanz regiert und auch die Stimmungswechsel wirken kaum bemüht. Starke Nummer! Das folgende "Drömmernas Galax" arbeitet erneut mit cleanen Vocals und viel, viel Keys, wirkt aber auf die Dauer sehr langatmig, was auch bisweilen für das nächste Instrumental "I Väntan Pa Telefonsamtalet" (uuhh, was ein Titel!) gilt, bevor "Dyk" die Scheibe ruhig mit der Akustischen (aber noch mal ohne Vocals) ausklingen lässt.
Nicht einfach zu konsumieren, aber in den meisten Ansätzen durchaus Interesse weckend und manchmal gar richtig hochklassig ("I Kloaken Lättar", "The Cold Empty Void", "Inner Receivings"). Ein Album geschmiedet nicht nur für Freunde schwarzer Kunst, sondern für ein vielschichtigeres Publikum, das die Bereitschaft mitbringt sich mit Inner Receivings näher zu beschäftigen, denn beim wiederholten Hören finden sich nach und nach immer mehr kompositorische Feinheiten, so dass die Scheibe viel Potential zu wachsen mitbringt.

Fuxx

4 von 6 Punkten

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