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Warrior Soul - Destroy The War Machine

Warrior Soul - Destroy The War Machine
Stil: Glam Punk
VÖ: 19. März 2010
Zeit: 35:50
Label: Acetate Records
Homepage: -
MySpace: www.myspace.com/warriorsoulinfo

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Oh ja, das ist doppelt schade. Schade, schade - wörtlich! Verflixt und zugenäht. Ärger hoch zehn. Das mit der Warrior Soul-Absage vor ein paar Wochen im Backstage. Denn das neue Material der jüngst reformierten Polit-Glampunk-Ikonen, zusammen gezurrt auf Destroy The War Machine hat tatsächlich den Biss der frühen 90er, in denen Kory Clarke (Voc.) und Mannen mit exzellenten Alben wie Last Decade Century (1990), Drugs, God And The New Republic (1991) oder Space Age Playboys (1994) ein kleines Stückchen Musikgeschichte schrieben, auch wenn es, wie von der damaligen Plattenfirma Geffen geplant, nicht zum großen Durchbruch reichte. Für den neuen Rundling hat Mr. Clarke in Johnny H (Git.), Rille Lundell (Git.), Janne Jarvis (Bass) und Johann Linstrom (Drums) eine runderneuerte Crew an den Start gebracht, am unverkennbaren Warrior Soul-Soundmix, der wie erwähnt als Glampunk mit spacigen Elementen zu beschreiben wäre, hat sich jedoch nicht viel geändert. Gut so!
Schon der Opener "Pigs" knallt voll auf die Zwölf, macht im Kehrvers "F**k the pigs!" klar, dass Clarke das verzweifelte Ringen mit dem System wieder in aller Frische aufgenommen hat und bietet nicht nur nebenbei coole, knarzige Leads von Johnny H. Mit demselben Wuteifer wird im Groover "The Forth Reich" zu Werke gegangen. Es lohnt sich bei Warrior Soul immer einen Blick ins Booklet zu werfen. Dort findet man dann Verschen wie "They built detention centres for all of you decenters / to die from torture and disease / it's time to fight back, it's time for us to act / and stop this corporate war machine." Wer die Band vor gut zwanzig Jahren schon kannte, merkt schnell, dass Warrior Soul 2010 anscheinend (wie dazumal auf Fucker 1996 zum Entsetzen aller Fans angekündigt) noch lange nicht fertig haben. Mit "Motor City" schiebt die Band zum richtigen Zeitpunkt einen absolut genialen Good Time Rock'n Roller nach (immer natürlich mit dem extra Augenzwinkern), bevor mit dem ein wenig zähen "Don't Believe" die erste Verschnaufpause, die textlich ein Seitenhieb aufs Musicbiz und alle die, die sich ihm ohne Zähne zu zeigen fügen, ist, angeboten wird.
Wer Combos wie die Hellacopters oder die Backyard Babies mag, die beide nie einen Hehl daraus gemacht haben, dass Warrior Soul zu ihren Einflüssen zählten, dem wird auch das folgende "Burning Bridges" taugen und wer eine Nummer zum Autofahren braucht, bei der er ohne Bedenken die Repeat-Taste drücken kann, der liegt mit "Bad News (Rock N' Roll Boyfriend)" zu hundert Prozent richtig: "I'm not to materialistic, don't listen to critics, but I'm optimistic, baby! ... American ... outlaw ... rock 'n roll ... knucklehead.", sagt da alles.
Weiter geht's mit dem einzigen Song, der ein wenig an die Chill Pill-Phase (1993) erinnert: "She's Glaswegian" (geiler Titel), das allerdings wie damals die angesprochene Platte kaum überzeugen kann. Zwar rockt das Solo ganz ordentlich aber sowohl in den Strophen als auch im Chorus fehlen die hängen bleibenden Hooks. Da aber am Ende mit "Knockin' Em Down (In The City)" in bester "Rotten Soul"-Tradition (auf Space Age Playboys zu finden) bis zum letzten Akkord der Energielevel am Anschlag gehalten wird, lassen sich außer dem vorherigen Track und der mit knapp 35 Minuten (bei acht Stücken) etwas kurz geratenen Spielzeit kaum Mäkel ausmachen.
Bleibt abschließend nur noch zu sagen: "Good to see ya back - alive and kickin'!" und "Holt um Gottes Willen bitte diesen Gig nach!" Sollte man sich dann keinesfalls entgehen lassen.

Fuxx

5 von 6 Punkten

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