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Order Of Ennead - An Examination Of Being

Order Of Ennead - An Examination Of Being
Stil: Death Metal
VÖ: 19. April 2010
Zeit: 39:52
Label: Earache
Homepage: -

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Die Enneade (engl: ennead), auch Neunheit genannt, waren die neun Schöpfergottheiten des frühägyptischen Weltbildes. Wenn sich eine Band also einen an diese Mythologie angelehnten Namen gibt und auch noch in den etwas extremeren Gefilden des Schwermetalls wildert, liegt der Anfangsverdacht nahe, den Stil besagter Kapelle irgendwo in der Nähe von Nile zu suchen. Doch hier trügt dieser Verdacht...

Der Orden der Neunheit besteht sowohl aus ehemaligen Mitgliedern von Council Of The Fallen als auch aus aktuellen Deicide-Streitern und huldigt einer Mischung aus Death und Thrash Metal mit deutlichen Black Metal-Anleihen und gerade im Leadgitarrenbereich auch einer Schlagseite in Richtung klassischen Heavy Metals. Schmissig und energiegeladen klingt diese Melange, richtig deftig und gleichzeitig angenehm melodisch, die jeweiligen Zutaten sind mengenmäßig sehr geschickt bemessen, um ein in sich konsistentes Gebräu zu erschaffen. Die Songstrukturen bleiben jederzeit nachvollziehbar, ohne dass die Musik einen zu simplen Charakter entwickelt. In erster Linie liegt das am sehr schlüssigen Songwriting, das sowohl abwechslungsreich genug ist, um nicht zu langweilen, andererseits aber auch nicht den Eindruck erweckt, zusammengewürfelt zu sein.

Unterstützt wird dieser Eindruck von den Leistungen der Protagonisten, die aller Ehren wert sind. Herrscht an der Sangesfront noch ein wenig stimmliche, weil arg schwarzmetallische Eindimensionalität (der einzige wirkliche Kritikpunkt meinerseits), kann der blutjunge Leadgitarrist John Li, der wohl noch aufs College geht, regelmäßig dafür sorgen, dass dem Hörer ein wohliger Schauer ob des Gebotenen den Rücken hinunterläuft. Und die Performance von Schlagwerker Steve Asheim kann da sogar noch eine Schippe drauflegen, was der Mann da bietet, ist schlichtweg sensationell. Aber auch der Rest der Band muss sich keineswegs verstecken und kann diesen beiden Könnern das notwendige Grundgerüst bieten, um zu brillieren.

Dazu kommt noch die fantastische Produktion der CD, die trotz aller Wucht nicht den Eindruck erweckt, überproduziert und damit künstlich zu klingen. Der Umfang ist zumindest ausreichend geraten und das Cover recht schick, die Umsetzung geht also auch in Ordnung.

Wenn sangestechnisch etwas mehr Variabilität geboten würde, wäre die Höchstnote kaum zu vermeiden gewesen. So sind es immerhin fünf starke Punkte geworden mit Tendenz nach oben. Runde Sache...

Hannes

5 von 6 Punkten

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