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Konzert-Bericht

Red To Grey & Downcast

Titanic City, München 13.12.2008

Was kann es in der Vorweihnachtszeit Schöneres geben als eine gepflegte Ladung Thrash?

Nichts, deswegen bin ich Punkt neun Uhr im Titanic City zur Stelle, um der Release-Party der neuen Red To Grey-CD Admissions beizuwohnen. Zu dieser Zeit ist noch haufenweise Luft auf der schon per Einstellwand verringerten Fläche der titanischen Stadt. Der geplante Start der Allgäuer Death-Metaller Downcast, die auch schon auf eine über 10-jährige Bandkarriere zurückblicken, wird dann auch prompt noch eine ganze Weile nach hinten verschoben, so dass sie wenigstens die Möglichkeit bekommen, ein paar Banger vor die Bühne zu locken. Im Endeffekt bleibt die Resonanz auf den routinierten Gig der selbsternannten "Bavarian Death Metal Force" aber trotzdem eher verhalten, obwohl die Jungs eigentlich alles richtig machen. Die Songs, die des Öfteren an die Wikingerkollegen von Amon Amarth erinnern, werden sauber und wuchtig von der Bühne gebrettert und besonders Sänger Markus macht eine recht gute Figur beim Grunzen und Grölen. Als Schmankerl wird zum Ende des Sets noch "Day Of Suffering" von Morbid Angel dargeboten, was immerhin den ein oder anderen dann doch noch zu einem wohlwollenden Fußwippen bewegt.

Nach dem Ende des Downcast-Sets haben sich dann immerhin so geschätzte 60 Mann im Titanic eingefunden, so dass dem Auftritt der Lokalhelden Red To Grey nichts mehr entgegensteht. Gegen 22:30 Uhr füllt sich dann endlich die Bühne. Ein akustisches Intro und der Hammersong "Sweet Suffering" vom neuen Album eröffnen den bunten Reigen, den die gut aufgelegten Münchner dem Publikum entgegen schmettern. Vor der Bühne ist zwar immer noch viel Platz, da sich die meisten Anwesenden dann doch lieber an der Bar festhalten, aber die mähnenschwingende Zwei-Bis-Vier-Mann-Headbangerkette in der ersten Reihe hat sichtlich Spaß an den Thrash-Granaten, die ihnen um die Ohren fliegen. Da auch der Sound diesmal ziemlich gut ist, wissen die Songs, allen voran "Free", das man inzwischen schon als so eine Art Bandhymne bezeichnen kann, sehr zu gefallen. Natürlich fehlt auch die kleine, aber feine Schulstunde des Herrn Pane in Sachen fortgeschrittener Griffbrettakrobatik nicht. Ja, Kollegen, gelernt ist gelernt! Aber auch für die Freunde des älteren Materials haben Red To Grey mit "Human Barbecue" und "Wrath Of The Weak" ein paar schöne Thrash-Stücke aus dem Jahre 1998 im Gepäck. Ganz zu schweigen von dem oberamtlichen, von Nevermore geliehenen "Narcosynthesis". Der Fokus liegt aber dann doch auf dem aktuellen Werk, wo neben "Free" vor allem "In The Darkest Corner" und das Titelstück "Admissions" für Beifall sorgen. Durchhänger dagegen gibt es keinen und die abgedrehte Bühnenperformance des Herrn Pankraz sorgt sicherlich auch mit dafür, dass die besinnliche Zeit wie im Flug vergeht.

Jetzt kann man nur hoffen, dass den sehr guten Kritiken zu Admissions auch der kommerzielle Erfolg folgt. Verdient haben es Red To Grey allemal, denn was hier geboten wird, ist wirklich State-Of-The-Art-Metal und weit über dem, was man sonst so auf einem Underground-Gig geboten bekommt. Also, wenn ihr Thrash mögt und Admissions noch nicht besitzt, marschiert los und holt euch die Scheibe! Aber schnell!

Setlist Red To Grey:
Sweet Suffering
Human Barbecue
The Armour Piercing Dread
Free
Narcosythesis
In The Darkest Corner
The Fall Of God
Conscious
Admissions
---
Wrath Of The Weak
The Cheated One
Celebreation Of The Cult

Sebbes

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