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Greifenstein - Von Inneren Welten

Greifenstein - Von Inneren Welten
Stil: Black Metal
VÖ: 01. Mai 2008
Zeit: 60:24
Label: Sleaszy Rider Records
Homepage: www.greifenstein.at.tf
MySpace: www.myspace.com/greifenstein

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Sieben Burganlagen im deutschsprachigen Raum tragen den Namen Greifenstein und seit Anfang 2005 auch noch ein österreichisches Black Metal-Soloprojekt, hinter dem sich ein gewisser Arkan von Greifenstein verbirgt. Nach dem Demo Ostarrichi Black Metal aus 2006 liegt mir mit über einem halben Jahr Verzögerung nun das Debüt-Album Von Inneren Welten vor, das via Sleazy Rider Records unter das Volk gebracht wird. Wie der Titel bereits verrät, wurzeln die zwölf Kompositionen in Arkans Gedankenwelt um Leben und Tod, die Elemente und das menschliche Sein. Doch auch eine tiefe Naturverbundenheit sowie Interesse an alten Geschichten und Mythologien offenbaren sich beim Durchblättern des Booklets und beim Lesen der Texte, die mit Ausnahme eines Songs ("Search For Asgard") in deutscher Sprache verfasst wurden. "Schwarz wie die Nacht steht der Greifenturm zur Wacht. Vermooste Felsen, zerklüfteter Stein, der Geiste der Wachen hoch droben ist rein..." - die Lyrik trägt einen entscheidenden Anteil zum Gesamtwerk Greifenstein bei.

In Arkans inneren Welten hat der Teufel keinen Platz gefunden und höllische Raserei im Übrigen ebenso wenig. Während das Intro noch stark an die Landsleute von Summoning erinnert, wird der Synthesizer im Folgenden doch deutlich zurück gedreht, vom Drum-Computer mal abgesehen. Fließende Gitarrenläufe geleiten den Hörer auf der Suche nach Asgard durch Melancholie, ewige Finsternis und dunkle Wälder bis zum Greifenturm. Mittelalterlich oder folkloristisch anmutende Elemente sowie Akustik-Einlagen lockern das eher gemächliche und sehr harmonische Liedgut auf, wie Klargesang und gesprochene Verse das sonst dominierende Kreischen. Melodie steht bei allen Kompositionen an erster Stelle. Hervorgehoben seien die siebenminütige Hymne "Wintersonne" voller Erhabenheit und großartiger Atmosphäre und das archaische "Search For Asgard", das sich nicht nur inhaltlich, sondern auch musikalisch auf Falkenbachs Debüt "...en their medh riki fara..." sehr wohl gefühlt hätte.

Ganz klar - das Rad wird hier nicht neu erfunden. Aber das war wohl auch nicht die Intention des Urhebers. Stattdessen haben wir es offensichtlich mit einem Überzeugungstäter zu tun, dem es weniger um große Verkaufszahlen als viel mehr um die Expression seiner Gefühle geht. So ist Von Inneren Welten eine sehr persönliche Angelegenheit, denn neben der Musik, den Texten und dem Gesang stammen auch Layout, Grafik und alle verwendeten Naturfotografien von Arkan selbst. Wie bitter muss da der Schmerz gewesen sein, als das fertige Werk aus der Presse kam und der Autor festzustellen hatte, dass im Booklet alle Umlaute unterschlagen wurden...

All diesen positiven Eindrücken und den erwähnten Highlights stehen einige Schwächen im Songwriting, eine flache Produktion und minderwertige Druckqualität des Booklets gegenüber. Am Ende muss man dieses Album als das sehen, was es auch ist: eine Veröffentlichung, die mit all der Liebe zum Detail für den BM-Untergrund geschaffen wurde und nicht für die breite Masse.

Dagger

4 von 6 Punkten

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