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The Dark Shines - Last Chance

The Dark Shines - Last Chance
Stil: Alternative Rock
VÖ: 05. Juli 2009
Zeit: 49:14
Label: Hurricane Shiva
Homepage: -
MySpace: www.myspace.com/thedarkshines

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Früher, ganz, ganz früher, um genau zu sein Ende der 80er, Anfang der Neunziger konnte der ausgewiesene Ulmer Metalhead nicht umhin, dann und wann einen Donnerstag Abend-Abstecher ins sogenannte Cat Cafe zu machen, schlicht aus dem Grund, weil sich dort die Szene (Punks, Alternative, Metaller, etc.) genuin mischte, das Bier und der Eintritt (2 Mark) recht billig war und vor allem die Location selber - Teil des alten Fort-Gemäuers - richtig was her machte. Dort liefen dann neben den Misfits, Black Flag oder Cro-Mags, Sonic Youth, The Cure, Alien Sex Fiend und die Pixies und an letztere Aufzählung inklusive der einbrechenden Erinnerungsfetzen schließt das Album der Italiener The Dark Shines an.
Alle Kompositionen stammen aus der Feder Rosaria Cirfieras (Voc., Git.), die in Marcello Mattos (Git.), Manuel Superchi (Drums) und Luca Alborghetti (Bass) die geeigneten Sidekicks gefunden zu haben scheint, um auf dem Album Last Chance ein Soundgemisch zu präsentieren, das die Bezeichnung "alternativ" im ursprünglichen Sinne durchaus verdient hat. Allerdings scheppert die Produktion ähnlich, ähhh, "alternativ", so als ob sie vom Proberaum direkt auf Plastik gebrannt wurde. In manchen Fällen zerstört das den Hörgenuss, hier stellt sich jedoch eine charmante Echtheit ein, vor allem durch den mal nölig-schrägen, mal wunderbar einfühlsamen und dann wieder energetisch bellenden Gesang von Fräulein Cirfiera, so dass man Last Chance letztlich einiges abgewinnen kann.
Schon die ersten drei Songs - der Sonic jugendliche Opener "Uniform", das zuckersüß melodische "Till The End Of The Day", das zudem im Refrain zum Pogo einlädt und das kurz Bushs "Glycerine" ins Gedächtnis rufende und sich dann in krachenden Wah-Wah-Streams ergehende "Slow Motion" regen zum anerkennenden Kopfnicken an. "Sick" schwimmt halbballadesk im Cranberries-Teich und "The Haunting" rockt ähnlich den vorwärts marschierenden Kompositionen von Juliette Lewis.
"Cris Cries" schleppt sich dagegen über fast sieben Minuten ziemlich zäh dahin, da die Vocallines nicht gerade auf viele Töne zurückgreifen. "Give Me Back Your Soul" punkrockt dagegen lustig im Generation X-Stil (Billy Idols erster Band), bevor sich in "City" vielleicht der Höhepunkt der Scheibe wieder findet: Western-Gitarren, später akustisch gehaltene Wah Wahs und mal lasziv-schräger, mal zerbrechlicher Gesang machen die Nummer zum Anspieltipp. In der ruhigen Joan Jett-Ecke ist darauf "Welcome To My Life" anzusiedeln, bevor das Album krachend, aber nicht besonders einfallsreich mit RedRum (hoffentlich klar: Shining...) ausklingt.
Da darf man gerne vier Punkte drunter schreiben. Erstens für den alternativen Ansatz, sich gegen die Vereinnahmung durch den in Schubladen denkenden 0815-Hörer zu sperren, zweitens für einige echt lockere Songs wie "Till The End Of The Day", "Slow Motion", "The Haunting" oder "City" und drittens, und das ganz subjektiv, für den vergangene Zeiten hervor rufenden Stilmix, den The Dark Shines auf Last Chance anrühren, ohne sich dabei um Trends zu scheren.

Fuxx

4 von 6 Punkten

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