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Audrey Horne - Audrey Horne

Audrey Horne - Audrey Horne
Stil: Heavy Rock
VÖ: 25. Februar 2010
Zeit: 50:36
Label: Indie Recordings
Homepage: -
MySpace: www.myspace.com/audreyhornemusic

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Das dritte, selbst betitelte Album von Audrey Horne dürfte schon jetzt zu den am meisten gehörten Werken in meiner Sammlung gehören. Der Grund dafür ist, dass die Norweger es dem Zuhörer auf ihrem dritten Streich nicht einfach machen und zum Teil sehr progressive Nummern auf Plastik gebannt haben. Außerdem "rocken" Audrey Horne an sich nicht, sondern nehmen einen auf eine ziemliche abgefahrene Reise in eine Welt voller Melancholie und Traurigkeit mit. Wenn man Musik als einen Film betrachten würde, dann wäre dieser Streifen von Tim Burton gedreht worden.

Mit "These Vultures" wird das Album mit dem sperrigsten Opener der Bandgeschichte eröffnet und man erahnt sofort, dass schwere Kost ansteht. Doch selten hat diese Kost soviel Spaß gemacht, wie bei Audrey Horne. Diese Musik packt einen einfach und man wird regelrecht süchtig nach jedem Akkord und jeder einzelnen Note.
Sehr stark sind auch die nachfolgenden Hits "Charon" und "Circus", welche beide einen Abstecher in den Psychedelic Rock machen und mit einem ziemlich kranken Keyboard aufwarten. Im Gegensatz zum Opener gehen diese beiden Nummern aber sofort ins Ohr und beweisen sich auch eine Woche nach dem ersten Hören immer noch als waschechte Ohrwürmer.
Richtig melancholisch wird es bei "Down Like Suicide", welcher durch Riffing und Atmosphäre stark an System Of A Down zur Mezmerize-Phase erinnern. Doch Audrey Horne packen da noch ein paar starke Melodien hinzu und auch die gesteigerte Progressivität steht dem Quartett hervorragend.
Mit "Sail Away" wird keiner ekligen Bier-Plörre mit so einem komischen grünen Segelschiff gehuldigt, sondern der Traurigkeit, denn der Song ist mit Abstand, mit sehr großem Abstand, der traurigste auf der ganzen Platte und baut eine atemberaubende Atmosphäre auf, die einfach nur ergreifend ist.
Mit "Bridges And Anchors" und "Firehouse" haben sich die Jungs selber übertroffen und liefern zwei gnadenlos geile Hits ab. Beide Stücke gehören zum Besten, was die Jungs je gemacht haben und sind in puncto Songwriting kaum zu toppen.

Audrey Horne machen keinen Hard Rock für Leute, die geschminkt durch L.A. laufen, sie machen keinen Lagerfeuer-Rock und erst recht machen sie keinen Stadion-Rock mit Weichspülfaktor 100%. Sie machen authentischen, ehrlichen Rock für nachdenkliche Leute! Dieses Album kann man auch nicht nach Hits zerpflücken, man muss es hunderte Male am Stück genießen und dieser Genialität huldigen. Erwartet bitte kein eingängiges Album, rechnet lieber mit vielen Durchläufen, bis sich das Werk für euch öffnet.

Basti

6 von 6 Punkten

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