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Borknagar - Universal

Borknagar - Universal
Stil: Avantgarde Black Metal
VÖ: 22. Februar 2010
Zeit: 46:47
Label: Indie Recordings
Homepage: -
MySpace: www.myspace.com/borknagar

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Nach dem experimentverliebten Epic und seinem rein akustischen Nachfolger Origin durfte man mit Spannung erwarten, womit Borknagar, Norwegens Avantgarde-Finsterlinge No. 1, den Hörer 2010 überraschen werden. Selbstbewusst mit Universal betitelt, zeigt uns das Plattencover eine planetare Konstellation, deren zentraler Fixstern mit archaischem Rankwerk des Urnes-Stils überzogen ist. In ihm hatte die Kunst der Wikinger einst ihren Höhepunkt erreicht. Deutet man das Motiv als Allianz aus Borknagars Frühwerken samt Wikingerwurzeln mit dem astronomischen Gehalt ihrer letzten Veröffentlichungen, kommt man dem musikalischen Konzept auf Universal schon recht nahe. Denn in der Tat zeigt das Album viele Vorzüge alter und jüngerer Werke in harmonischer, wenn man so will universeller, Einheit und könnte ebenso gut "The Archaic Empiricism" heißen.

Schon der Opener "Havoc" garantiert für Gänsehaut, wenn nach ersten Akustiknoten ein wütender und apokalyptischer Sturm über den Hörer hereinbricht. Hier findet man alle Trademarks der Norweger in vorzüglicher Umsetzung: eingängige und dennoch tief greifende Instrumentalarbeit, mitreißende Melodik und schließlich Vintersorgs einzigartige Vocals zwischen fiesem Keifen und epischem Klargesang. Etwas gemäßigter im Tempo und mit reichlich Hammondorgel versehen erweist sich auch der Nachfolger "Reason" als ganz großes Klangkino. "The Stir Of Seasons" - balladesk, mit sanften Pianoklängen veredelt - ist einer von zwei Titeln, die ohne harsche Vokalisierung auskommen. Zunehmend progressive Strukturen nehmen die folgenden Kompositionen an, pendeln zwischen aufwendiger Instrumentalisierung, stürmischen Blastattacken und hymnischen Episoden, wirken aber nie überfrachtet oder zu abgedreht. Von Durchschnittlichkeit weit entfernt, können sie mit dem starken Auftakt aber trotzdem nicht ganz mithalten. Märchenhafte Klänge erlebt man schließlich in "Fleshflower" mit feiner Pop-Note und "Worldwide" knüpft tatsächlich wieder an die ersten beiden Nummern an, bleibt sofort hängen und animiert zum Mitsingen. Schließlich wartet auf die Fans älterer Borknagar-Alben am Ende eine ganz besondere Überraschung. In der finalen Perle "My Domain" übernimmt kein Geringerer als der frühere Sänger ICS Vortex das Mikro und lässt seine kristallklare Stimme erschallen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Borknagar klingen auf Universal wie nach einer Verjüngungskur, ihre Songs wie aus einem Guss. Freunde der Norweger werden sicherlich nicht enttäuscht und können bedenkenlos zugreifen.

Dagger

5 von 6 Punkten

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